Das deutsche Feldlager im jordanischen al-Azraq ist in der Nacht zum Montag mit ballistischen Raketen aus Iran angegriffen worden. Das berichtet der „Spiegel“. Auf dem Luftwaffenstützpunkt ist auch die US Air Force stationiert.

Bisher sei nicht klar, ob die Raketen auf der Basis einschlugen oder ob Trümmerteile von zuvor durch die Flugabwehr abgefangenen Geschossen auf dem Militärgelände niedergingen. Da sich die deutschen Soldaten zur Zeit der Attacke in den Schutzräumen befanden, sei es nicht zu Personenschäden gekommen.

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Die Bundeswehr ist seit 2017 fest in al-Azraq stationiert, von dort aus unterstützt die Luftwaffe eine internationale Anti-Terror-Koalition mit Tank- und Aufklärungsflugzeugen. Diese waren für den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ zunächst im türkischen Incirlik stationiert. Weil die Türkei deutschen Abgeordneten den Besuch verweigerte, wurden sie nach Jordanien verlegt – und blieben dort seit nunmehr neun Jahren im Einsatz.

Wegen der eskalierenden Lage im Nahen Osten hatte die Bundeswehr das Personal vorsorglich reduziert. Eigentlich ist in al-Azraq eine niedrige dreistellige Zahl von Soldaten stationiert. Die Bundeswehr hat derzeit auf dem Stützpunkt zwei A400M der Luftwaffe in Bereitschaft, um im Falle einer Evakuierungsoperation schnell reagieren zu können.

Wie groß die Schäden durch die Einschläge ist, war am Montag unklar. Ein Sprecher des zuständigen Operativen Führungskommandos bestätigte auf Anfrage des „Spiegel“ lediglich, dass es in der Nacht einen Angriff gab, der Vorfall werde gerade intern untersucht.

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