Iran hat einen neuen Obersten Führer. Aber öffentlich zu sehen war dieser auch Tage nach seiner Ernennung noch nicht. Dies habe, so berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf iranische und israelische Quellen, zwei Gründe: Zum einen soll Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei, nicht in Gefahr gebracht werden. Ein Auftritt könnte Rückschlüsse auf seinen Aufenthaltsort zulassen.

Zum anderen soll der 56-Jährige bereits am ersten Tag der US-israelischen Angriffe Ende Februar, bei denen sein Vater und zahlreiche andere Familienangehörige getötet wurden, Verletzungen davongetragen haben.

In den sozialen Medien wie etwa auf X kursieren entsprechende Gerüchte schon seit Tagen. Insbesondere auf pro-israelischen Accounts war immer wieder zu lesen, dass Modschtaba Chamenei sein Amt womöglich gar nicht antreten könne. Spekuliert wurde unter anderem, dass ihm ein Bein amputiert werden musste. Im iranischen Staatsfernsehen war Chamenei als „verwundeter Veteran des Ramadan-Krieges“ bezeichnet worden. Weitere Details wurden nicht genannt.

Laut der „New York Times“ wurde der 56-Jährige Opfer eines Angriffs auf Teheran. Zunächst hatte es in einem Bericht geheißen, dass er sich an diesem Tag nicht in der Hauptstadt aufgehalten habe.

Die US-Zeitung berichtet nun, Chamenei habe Verletzungen an den Beinen erlitten, sei aber bei Bewusstsein und halte sich an einem „streng bewachten Ort mit eingeschränkter Kommunikation“ auf. Die Informationen bezüglich einer Beinverletzung stammen laut „New York Times“ von iranischer Seite, aber auch von zwei israelischen Militärbeamten. Die genauen Umstände und das Ausmaß von Chameneis Verletzungen sind unklar.

Jussef Peseschkian, Sohn des iranischen Präsidenten, teilte am Mittwoch auf Telegram mit: Chamenei sei trotz Verletzungen „wohlauf“. Und weiter: „Ich habe Freunde mit Verbindungen gefragt. Sie sagten mir, dass er Gott sei Dank wohlauf ist.“

Chameneis eigene Ehefrau, sein Vater und seine Mutter sowie mehrere andere Verwandte und hochrangige iranische Verteidigungsbeamte kamen bei dem Angriff am Tag des 28. Februar ums Leben.

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