Der US-Militäreinsatz gegen den Iran könnte überraschend vor dem Ende stehen: US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er erwäge ein „Zurückfahren“ der Militäroperation im Nahen Osten. Das schrieb er auf seiner Plattform „Truth Social“ am Freitagabend.
Unklar ist, wann und in welchem Umfang: Trumps Wortwahl im Original („winding down“) kann als zurückfahren oder zurückschrauben, aber auch als abwickeln oder auslaufen lassen übersetzt werden. Gleichzeitig verlegen die USA allerdings Tausende weitere 2500 Soldaten und drei Kriegsschiffe in die Region.
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Der US-Präsident schrieb weiter, die USA seien einer Erreichung ihrer Kriegsziele sehr nah. Zu den beinahe erreichten Zielen zählen laut Trump die komplette Zerstörung der iranischen Raketenkapazitäten und Rüstungsindustrie, eine Eliminierung der iranischen Marine und Luftwaffe, eine Absicherung, dass der Iran nie eine Atombombe bauen könne, und der Schutz der US-Verbündeten in der Region.
Trump und US-Regierungsvertreter hatten mehrfach unterschiedliche Kriegsziele definiert, darunter unter anderem auch einen Regimewechsel in Teheran. Darauf deutet bisher nichts hin.
Trump will Schutz der Straße von Hormus anderen Nationen überlassen
Trump ging auch auf die Blockade der Straße von Hormus ein, über die etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Erdgaslieferungen transportiert wird. Trump hatte seine Verbündeten, darunter auch Deutschland, unter Druck gesetzt, den USA bei der militärischen Sicherung der Meerenge zu helfen, deutete jedoch an, dass er diese Aufgabe nun gänzlich anderen Nationen überlassen werde.
„Die Straße von Hormus muss bei Bedarf von anderen Nationen, die sie nutzen, bewacht und kontrolliert werden – die Vereinigten Staaten tun dies nicht! Auf Anfrage werden wir diesen Ländern bei ihren Bemühungen in der Straße von Hormus helfen, aber dies sollte nicht notwendig sein, sobald die Bedrohung durch den Iran beseitigt ist“, schrieb er auf „Truth Social“.
Trumps Äußerungen erfolgen kurz nachdem er es abgelehnt hatte, die Kampfhandlungen im Iran einzustellen. Gleichzeitig hatte er sich zuversichtlich gezeigt, die Straße von Hormus werde sich „von selbst“ wieder öffnen, obwohl Verbündete der USA bisher zögern, militärisch einzugreifen.
„Ich will keinen Waffenstillstand. Wissen Sie, man schließt keinen Waffenstillstand, wenn man die andere Seite buchstäblich vernichtet“, sagte Trump am Freitagvormittag im Weißen Haus. „Das haben wir nicht vor.“
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