Laut Analyse der Forschungsgruppe Wahlen zeigten sich bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz erhebliche Unterschiede im Abstimmungsverhalten der verschiedenen Alters-, Bildungs- und Berufsgruppen.
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Zum landesweiten Ergebnis kam die CDU laut Hochrechnungen auf rund 30,5 Prozent, während die SPD bei rund 25,5 Prozent lag. Die AfD erreichte demnach 20 Prozent, die Grünen lagen bei rund 8 Prozent, während die FDP bei 2,0 Prozent gesehen wurde. Die Freien Wähler kamen auf rund 4 Prozent, die Linke erreichte rund 4,5 Prozent.
AfD bei Jungwählern auf Platz Eins
Die AfD kann in Rheinland-Pfalz vor allem bei den Jungwählern punkten – 22 Prozent und damit die meisten der Unter-Dreißigjährigen stimmten für die Partei. Direkt dahinter kommt die SPD mit 19 Prozent, danach die Linkspartei mit 17 Prozent, die es aber nicht in den Landtag geschafft hat. Die CDU schaffte bei den jungen Wählern 14 Prozent, die Grünen 11 Prozent. Die an der Fünf-Prozent-Hürde gescheiterte FDP liegt auch hier bei nur 3 Prozent.
Je älter die Altersgruppe, desto besser schneidet die CDU ab. In der Gruppe der Über-Sechzigjährigen kommt sie auf 40 Prozent.
Frauen wählten öfter SPD als Männer
Beim Wahlverhalten der Geschlechter zeigen sich teils erhebliche Unterschiede. Bei den Männern schneidet die AfD genauso gut ab wie die SPD (beide 24 Prozent), die Union lag mit 30 Prozent vorn. Bei den Frauen zeigt sich deutlicher der Zweikampf des Endergebnisses zwischen Schweitzer und Schnieder – die SPD wählten 29 Prozent, die CDU 30 Prozent. Die Linke hat bei den Frauen 5 Prozent geholt.
CDU bei Beamten weit vorn
Auch diese Landtagswahl zahlt auf den Eindruck ein, dass die SPD von Arbeitern nicht mehr als logische Wahl betrachtet wird – die AfD landete in dieser Gruppe mit insgesamt 30 Prozent vorn, die SPD holte 26 Prozent, die CDU 25 Prozent.
Bei Selbständigen (42 Prozent) und Beamten (43 Prozent) war die CDU die deutliche Gewinnerin, unter den Angestellten machte die SPD mit 28 Prozent hauchzart das Rennen.
Der Abstieg der SPD als Arbeiterpartei
Vor allem der Vergleich mit der Landtagswahl 2021 zeigt den Bedeutungsverlust der SPD als Arbeiterpartei – damals holte sie noch 38 Prozent in dieser Gruppe. Die AfD verdoppelt wiederum ihr Ergebnis unter den Arbeitern. Die CDU konnte dort leicht gewinnen, die Grünen verlieren einen Prozentpunkt.
Die CDU punktet quer durch alle Bildungsschichten. Bei den Wählern mit Hochschulabschluss holte die AfD mit zehn Prozent verhältnismäßig wenige Stimmen. Dort kommen die Grünen dagegen auf ihr bestes Ergebnis in dieser Kategorie.
In Rheinland-Pfalz waren am Sonntag rund 2,95 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die bisherige Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP ist die einzige ihrer Art. In Rheinland-Pfalz stellt die SPD seit Mai 1991 durchgehend den Ministerpräsidenten, davor kam der Regierungschef nach dem Zweiten Weltkrieg durchgehend von der CDU.
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