Vor der libyschen Küste treibt nach Behördenangaben ein manövrierunfähiger Flüssigerdgastanker weiter „unkontrolliert auf See“. Eine Abschleppoperation des Tankers sei gescheitert, teilte die libysche Hafen- und Seeverkehrsbehörde unter Berufung auf das libysche Such- und Rettungskoordinationszentrum mit.
Das russische Gastankschiff „Arctic Metagaz“ war Anfang März vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Wasserdrohnen angegriffen zu haben. Kiew hat den Vorfall offiziell nicht kommentiert. Die 30 Mann starke Besatzung wurde gerettet. Das Schiff ist seitdem führerlos.
Den libyschen Behördenangaben zufolge sei der Schleppvorgang heute am frühen Morgen aufgrund schlechter Wetterbedingungen gescheitert. Das Schleppboot sei unter den „gefährlichen“ Wetterbedingungen nicht in der Lage gewesen, den Tanker erneut zu sichern. Alle Schiffe und Marineeinheiten wurden aufgefordert, das Gebiet zu meiden.
Libyens staatlicher Ölkonzern National Oil Corp wollte den beschädigten Tanker in einen Hafen schleppen lassen und beauftragte dafür eine Spezialfirma. Später entschied sie jedoch, das Schiff in internationale Gewässer zu verlegen. Hintergrund war offenbar starker öffentlicher Druck, da viele Menschen vor den erheblichen Risiken durch die große Menge an Flüssiggas und Diesel an Bord in Küstennähe warnten. Der Ölkonzern teilte mit, er arbeite für den Transport des Tankers mit dem italienischen Energieunternehmen Eni zusammen, um eine Umweltkrise zu verhindern.
Die „Arctic Metagaz“ gehört zur sogenannten Schattenflotte Russlands, mit der Moskau gegen internationale Sanktionen wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine verstößt. Die „Arctic Metagaz“ hat verflüssigtes Erdgas geladen.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.