Die Flugbegleiter der Lufthansa sind für diesen Freitag zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand ist von 00.01 Uhr bis 22 Uhr vorgesehen, wie die Gewerkschaft Ufo mitteilte. Bestreikt werden demnach alle Abflüge von den Flughäfen Frankfurt und München. Das sind die Drehkreuze der Lufthansa, zahlreichen Fluggästen drohen damit Flugausfälle. Bestreikt würden außerdem alle Abflüge des Zubringers Lufthansa CityLine ab Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

Damit dürften auch die mitteldeutschen Flughäfen betroffen sein. Laut Flugplan starten vom Flughafen Leipzig/Halle am Freitag vier und vom Flughafen Dresden sieben Flüge der Lufthansa nach Frankfurt am Main und München.

Kabinenpersonal stimmt für Streik

In einer Urabstimmung hatten die Kabinenbeschäftigten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter CityLine Ende März mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt. Bei der Kerngesellschaft stimmten rund 94 Prozent für Streiks, bei der CityLine knapp 99 Prozent.

Der Ufo-Vorsitzende Joachim Vázquez Bürger teilte mit, man bedauere, dass es zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen könne. Der Streik wäre aus seiner Sicht vermeidbar gewesen. Die Verantwortung liege bei der Lufthansa. Diese habe es bislang nicht geschafft, ein "verhandlungsfähiges Angebot" vorzulegen.

Lufthansa CityLine soll ersetzt werden

In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und nach Ufo-Angaben um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der CityLine über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.

dpa/MDR (mze)

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