Französische Finanzfahnder haben den Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron, den Élysée-Palast, ins Visier genommen. Im Rahmen von Ermittlungen zur Vergabe von Zeremonien für die Aufnahme von Menschen in den Ruhmestempel Pantheon wollten sie an mehreren Orten Durchsuchungen vornehmen, darunter auch im Élysée-Palast. Der Zugang zu den Dienststellen des Präsidialpalastes sei ihnen aber verwehrt worden, hieß es von der Finanzstaatsanwaltschaft Paris.
Dem französischen Enthüllungsblatt „Le Canard Enchaîné“ zufolge wurden die Zeremonien 22 Jahre lang, von 2002 bis 2024, von ein und demselben Unternehmen organisiert. Jede der Feierlichkeiten sei mit rund zwei Millionen Euro in Rechnung gestellt worden.
Der Zeitung zufolge wollen die Finanzfahnder herausfinden, ob das Unternehmen Unterstützung aus dem Élysée, dem Kulturministerium oder dem für die Vergabe zuständigen Zentrum für staatliche Monumente CMN erhalten haben könnte.
In dem ursprünglich als Kirche geplanten Pantheon werden seit der Französischen Revolution wichtige Vertreter des Landes wie Victor Hugo, Émile Zola, Voltaire oder Rousseau geehrt. Es kommt nur sehr selten vor, dass Menschen neu in den Pantheon aufgenommen werden.
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