- Keine Vergütungsgarantie für Photovoltaik
- Verkaufszahlen für E-Autos boomen
Wie wichtig ist dem Kanzler das Klima? Auf dem Petersberger Klimadialog betont Friedrich Merz: In Zeiten von teurem Öl und Gas sei die Energiewende auch wirtschaftlich sinnvoll. Und er streckt die Hand aus in Richtung der mehr als 30 Gastländer: "Deutschland bleibt ein Förderer von Klimaschutzmaßnahmen in der internationalen Arena", verspricht der CDU-Chef.
Keine Vergütungsgarantie für Photovoltaik
Rund sechs Milliarden Euro gibt die Bundesregierung jährlich für internationalen Klimaschutz aus. Nach Angaben von Umweltorganisationen müssten es aber schon in wenigen Jahren zwölf Milliarden sein. Im Inland gehe es beim Klimaschutz teils sogar rückwärts, sagen Kritiker. Beispiel Solarenergie: Wer Photovoltaik auf dem Hausdach installiert, soll keine garantierte Vergütung mehr erhalten.
Der Fachsprecher der Grünen-Bundestagsfraktion für Wirtschaft und Energie, Michael Kellner, warnt: "Die kleinen Solaranlagen sind für viele Menschen ein wunderbarer Einstieg in die Unabhängigkeit: Denn dann kommt die Wärmepumpe, der Batteriespeicher, das E-Auto. Da soll die Förderung gestrichen werden? Das wäre fatal."
Verkaufszahlen für E-Autos boomen
Gegenbeispiel E-Autos: Für sie führt die Bundesregierung eine neue Kaufprämie ein. Schon heute boomen die Verkaufszahlen. Im März wurden in Deutschland erstmals mehr E-Autos als Benziner neu zugelassen. Das sei aber auch kein Wunder, erklärt die Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Claudia Kemfert: "Die Preise für Öl und Gas explodieren ja geradezu. Im Heizsystem merkt man das erst ein paar Monate später, bei den Autokäufen sieht man es aktuell schon."
Der Petersberger Klimadialog endet am heutigen Mittwoch (22. April 2026) ohne offizielle Beschlüsse. Dafür mit Absprachen und möglichen Kompromissen - für die Weltklimakonferenz in Antalya im November.
MDR AKTUELL
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