US-Präsident Donald Trump ist dank König Charles III. Besitzer einer glänzenden Glocke, die seinen Namen trägt. Sie stammt von dem 1944 gebauten britischen U-Boot HMS „Trump“, wie Charles bei einem Staatsbankett im Weißen Haus sagte. Das Geschenk solle als „Zeugnis der gemeinsamen Geschichte und der glänzenden Zukunft der beiden Nationen“ dienen.

Auf der Glocke steht in großen Buchstaben „TRUMP“ sowie die Jahreszahl 1944. Der US-Präsident hat ein Faible dafür, seinen Namen auf verschiedenen Dingen verewigt zu sehen – so wie ursprünglich auf seinen Hotels und inzwischen auch auf einer Regierungswebseite für günstigere Medikamente namens TrumpRx sowie der „Trump Gold Card“, mit der man für eine Million US-Dollar Bleiberecht in den USA bekommen soll.

Das königliche Geschenk für den US-Präsidenten

Dass das alte britische U-Boot genauso hieß wie der aktuelle US-Präsident, ist ein Zufall. Die Namen aller U-Boote der T-Klasse fingen mit dem Buchstaben „T“ an – und darunter war auch „Trump“ (auf Deutsch: Trumpf).

König Charles brachte das Geschenk aber auch mit der militärischen Allianz zwischen den USA und Großbritannien in Verbindung. Amerika habe eine entscheidende Rolle als Verteidiger der Freiheit in Europa gespielt – „und ich werde das nie vergessen“, sagte der Monarch. Im nächsten Atemzug verwies er darauf, dass die Freiheit angesichts der russischen Invasion der Ukraine wieder angegriffen werde. Unter Trump wurde die US-Unterstützung für die Verteidigung der Ukraine stark zurückgefahren.

Trump sagte seinerseits, Charles habe ihm zugestimmt, dass man nicht zulassen dürfe, dass der Iran eine Atomwaffe erlange. Der König äußerte sich in seiner Ansprache nicht dazu. Zwischen Washington und London hatte es in den vergangenen Wochen politische Spannungen gegeben, weil die britische Regierung nicht an der Seite der USA in den Iran-Krieg eingreifen wollte.

Weißes Haus spricht von „zwei Königen“ in Washington

Anlässlich des Besuchs von König Charles veröffentlichte der offizielle Account des Weißen Hauses auf X ein Foto des britischen Monarchen und des US-Präsidenten Trump – einschließlich der Bemerkung „TWO KINGS“ (Zwei Könige). Der Post führte zu zahlreichen Reaktionen – und scharfer Kritik.

Hintergrund des Postings sind Aussagen von Trumps Kritikern. Sie werfen dem US-Präsidenten Alleingänge vor – und sich wie ein autoritärer Herrscher zu verhalten. Unter dem Motto „No Kings“ (Keine Könige) kam es in den USA seit Trumps Amtsantritt immer wieder zu großen Demonstrationen. Der Slogan „No Kings“ stellt zudem einen Bezug auf die historische Entscheidung der USA gegen eine monarchische Herrschaft dar.

Dann scherzt Charles über Trumps Umbaupläne

Auch Charles erlaubte sich beim Staatsbankett einen – sanften – Seitenhieb gegen Trump. Er komme nicht umhin, die „Anpassungen“ am Ostflügel des Weißen Hauses nach dem Besuch des US-Präsidenten auf Schloss Windsor zu bemerken, sagte er.

Trump hatte den East Wing in einer Blitzaktion abreißen lassen, um Platz für einen riesigen Ballsaal zu machen. „Ich bedauere es zu sagen, dass wir Briten natürlich 1814 unseren eigenen kleinen Versuch des Immobilienumbaus am Weißen Haus unternommen hatten“, fuhr Charles fort. Damals hatte die britische Armee im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg das Weiße Haus angezündet.

Der König erinnerte zudem an Trumps Bemerkung, dass ohne die Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg alle in Europa heute Deutsch sprechen würden. „Darf ich es wagen zu sagen, dass Sie ohne uns Französisch sprechen würden?“, fragte Charles die Anwesenden. Vor den Briten hatte zunächst Frankreich Kolonien auf dem amerikanischen Kontinent gegründet.

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