Ein 33-jähriger Deutscher hat am Montagnachmittag bei einer Amokfahrt in der Innenstadt von Leipzig zwei Menschen getötet und mindestens zwei weitere schwer verletzt. Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in der sächsischen Großstadt herrscht deutschlandweit Entsetzen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Sächsischen Landtag fordert als Konsequenz Sicherheitskonzepte für Innenstädte des Freistaates.
„Unabhängig vom konkreten Motiv stellt sich die Frage, wie wir unsere Innenstädte besser gegen solche Gefahrenlagen schützen können“, erklärte der Leipziger BSW-Landtagsabgeordnete Eric Recke. Nötig sei eine ehrliche Debatte über Schutzmaßnahmen im öffentlichen Raum, insbesondere bauliche Vorkehrungen.
„Die Bilder aus Leipzig erschüttern uns alle. Jetzt ist es entscheidend, dass die Behörden schnell und transparent aufklären, was genau geschehen ist. Alles andere wäre den Opfern gegenüber respektlos. Gleichzeitig dürfen wir nicht zulassen, dass solche Ereignisse vorschnell politisch instrumentalisiert werden“, betonte Fraktionschef Ronny Kupke. Zum jetzigen Zeitpunkt seien Hintergründe der Tat noch unklar. Die Fraktion warnte ausdrücklich vor Spekulationen über Motive.
Am Montagnachmittag war in der Leipziger Innenstadt ein Auto in mehrere Menschen gefahren. Die Stadt Leipzig bestätigte zwei Tote und drei Schwerverletzte sowie viele weitere Verletzte. Die Rettungskräfte riefen einen „Massenanfall von Verletzten“ aus. Der Fahrer des Fahrzeugs – ein 33 Jahre alter Deutscher – wurde festgenommen. „Es ist ein Amoktäter“, sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU).
Grüne und Linke danken Helfern nach Todesfahrt in Leipzig
Grüne und die Linke im Sächsischen Landtag haben den Opfern der mutmaßlichen Amokfahrt unterdessen ihr Mitgefühl ausgesprochen und den Ersthelfern Respekt gezollt. „Wir danken allen Menschen, die vor Ort Hilfe geleistet haben, für ihren selbstlosen Einsatz bei der Versorgung der Verletzten und der Betreuung von Augenzeuginnen und Augenzeugen“, erklärten Grünen-Fraktionschefin Franziska Schubert und Innenpolitiker Valentin Lippmann am Abend.
Auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt dankte allen, die in Leipzig schnell geholfen haben. „Den Opfern und ihren Angehörigen wünsche ich in diesen schweren Stunden Trost und eine schnelle Genesung“, schrieb sie auf X.
Auch die Linke äußerte Anteilnahme. „Wir sind bestürzt angesichts der schlimmen Nachrichten aus Leipzig. Wir danken den Ersthelferinnen und Ersthelfern sowie den Einsatzkräften für ihre schnelle Reaktion und sind in Gedanken bei den Menschen, die zu Schaden gekommen sind, sowie den Angehörigen der Toten“, sagte Linken-Fraktionschefin Susanne Schaper. Den Verletzten wünschte sie eine schnellstmögliche und vollständige Genesung. „Wir erwarten, dass der Innenminister zügig über die Ermittlungsergebnisse informiert.“
Die Grünen erklärten weiter: „Wir sind erschüttert und tief getroffen von den schrecklichen Nachrichten aus Leipzig. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freundinnen und Freunden der Opfer. Wir wünschen allen Verletzten und Betroffenen dieser schlimmen Amoktat eine schnelle Genesung und Kraft bei der Verarbeitung dieses schrecklichen Ereignisses“, hieß es in einer Mitteilung der Grünen. Man hoffe, dass es der Polizei und der Staatsanwaltschaft schnell gelinge, die Hintergründe der Tat vollständig aufzuklären.
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