Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump in Peking mit militärischen Ehren empfangen. Wie im Fernsehen zu sehen war, schüttelten sich beide zur Begrüßung länger die Hand. Trump tauschte dabei an der Großen Halle des Volkes im Herzen der chinesischen Hauptstadt einige Worte mit Xi aus.
US-Präsident Donald Trump schüttelt Chinas Präsident Xi Jinping bei seiner Ankunft im Großen Volkshaus in Peking, ChinaIm Anschluss begrüßten beide die Regierungsvertreter der jeweils anderen Seite. Sie schritten bei der Begrüßungszeremonie auch eine Militärformation ab. Trump applaudierte zudem Kindern, die jubelnd kleine US-Flaggen und Blumen in die Höhen streckten.
Donald Trump und Xi Jinping schreiten bei der Begrüßungszeremonie im Großen Volkshaus in Peking gemeinsam über das GeländeVor Ort waren auch Regierungsmitglieder, darunter Finanzminister Scott Bessent und Außenminister Marco Rubio. Bei X kursierten zudem diverse – nicht direkt überprüfbare – Listen von Wirtschaftsvertretern, die im Umfeld der offiziellen Delegation des Staatsbesuchs ebenfalls dabei sein sollen.
Genannt wurden etwa Apple-Chef Tim Cook und Tesla-Gründer Elon Musk, Larry Fink von der Vermögensverwaltung BlackRock, Jensen Huang (Mikrolektronikhersteller Nvidia) sowie David Solomon, CEO der Investmentbank Goldman Sachs.
Trump beim Verlassen der Air Force OneKurz vor dem Auftakt des Treffens mahnte Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua stabile Beziehungen an. In einem Kommentar hieß es, die Beziehungen zwischen China und den USA seien „zu wichtig, um zu scheitern“. Bei großen internationalen Fragen – von Handel und Finanzmärkten bis zu Klima und Künstlicher Intelligenz – komme es auf die Abstimmung zwischen Peking und Washington an.
Ein Treffen werde nicht alle Probleme lösen, schrieb Xinhua, die als Sprachrohr der Kommunistischen Partei gilt. Es könne aber helfen, die Kommunikation zu stärken und Vertrauen wieder aufzubauen.
Zuletzt hatten sich Trump und Xi Ende Oktober im Vorfeld eines Gipfeltreffens in Südkorea getroffen und dort eine Pause im laufenden Zollstreit vereinbart. Handelsfragen dürften auch bei ihren heutigen Gesprächen wieder Thema sein.
China dürfte zudem den US-Rückhalt für die unabhängige und demokratisch regierte Inselrepublik Taiwan kritisieren, die sich Peking einverleiben will. Den USA dürfte wiederum Chinas Unterstützung für den Iran und der mögliche Einfluss Pekings auf Teheran ein wichtiges Anliegen sein.
Rubio: USA setzen bei Straße von Hormus auf Hilfe aus China
Nach Aussagen von Außenminister Marco Rubio setzen die USA zur Lösung der festgefahrenen Situation rund um die Straße von Hormus auf Unterstützung aus China. „Wir hoffen, sie davon überzeugen zu können, eine aktivere Rolle dabei zu spielen, den Iran dazu zu bewegen, von dem Abstand zu nehmen, was er derzeit im Persischen Golf tut und zu tun versucht“, sagte Rubio dem Sender Fox News an Bord der Air Force One auf dem Weg nach China. Er begleitet US-Präsident Donald Trump, der inzwischen in Peking eingetroffen ist und an diesem Donnerstag Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping treffen soll.
Die Chinesen hätten aus mehreren Gründen ein Interesse an einer Lösung der Situation in der aktuell weitgehend unpassierbaren Meerenge, betonte Rubio. So säßen etwa auch chinesische Schiffe aktuell im Persischen Golf fest. Rubio verwies zudem darauf, dass Chinas Wirtschaft exportorientiert sei und unter den weltweiten wirtschaftlichen Belastungen durch die Krise in der Meerenge leide, da andere Länder in der Folge weniger chinesische Produkte kaufen würden.
Rubios Aussagen stehen im Kontrast zu Äußerungen Trumps. Auf die Frage, ob Xi im Iran-Krieg hilfreich sein könne, antwortete der US-Präsident vor seinem Abflug nach China: „Ich denke, wir brauchen im Iran überhaupt keine Hilfe.“
Am Donnerstag ab 10 Uhr (Ortszeit) steht zunächst eine Unterredung zwischen Trump und Xi in der Großen Halle des Volkes in Peking auf dem Programm. Für den Abend ist dann ein Staatsbankett geplant. Für Freitag sind ein Nachmittagstee und ein Arbeitsessen vorgesehen, bevor der US-Präsident die Heimreise antritt.
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