Unter den Schwerverletzten nach dem Vorfall mit einem Auto in der norditalienischen Stadt Modena ist auch eine deutsche Touristin. Dies sagte der Bürgermeister der Stadt, Massimo Mezzetti, nach einer Lagebesprechung vor Journalisten. Insgesamt gibt es demnach acht Verletzte, vier davon schwer. Eine weitere schwer verletzte Person stamme aus Polen, sagte Mezzetti weiter.
Am Samstag war in Modena ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe von Fußgängern gerast. In der Altstadt fuhr der etwa 30 Jahre alte Mann nach den Worten von Mezzetti mit hoher Geschwindigkeit auf den Fußgängerweg und erfasste eine Gruppe von Passanten. Er versuchte danach zu fliehen und verließ das Auto mit einem Messer in der Hand, berichteten mehrere Augenzeugen.
Mehrere Passanten verfolgten den Mann und konnten ihn daraufhin überwältigen. Er wurde festgenommen und von der Polizei befragt. Die Hintergründe des Vorfalls sind bisher unklar. Seine Wohnung wurde Medienberichten zufolge durchsucht. Die Nachrichtenagentur Adnkronos meldete, er sei in der Vergangenheit psychiatrisch behandelt worden.
Helfer versorgen auf der Straße VerletzteEin Augenzeuge sagte im italienischen Fernsehen, das Auto seit mit hoher Geschwindigkeit in die am Wochenende sehr belebte Straße Emilia Centro gerast. „Das Auto kam auf mich zu, und ich schaffte es, mich auf den Boden zu werfen“, sagte der Mann, dessen Kopf blutüberströmt war.
Auf Aufnahmen von Sicherheitskameras in der Gegend war zu sehen, wie der Kleinwagen mehrere Menschen erfasst hat und wie diese regelrecht durch die Luft geschleudert werden. Eine Frau sei am Ende gegen ein Schaufenster gedrückt worden, wo die Fahrt endete.
Nachdem das Auto zum Stehen kam, habe der Zeuge den flüchtigen Fahrer mit anderen Passanten verfolgt. „Er zog ein Messer, versetzte mir einen Stich an den Kopf und einen weiteren in Richtung Herz, den ich jedoch abwehren konnte“, fuhr der Zeuge fort.
Der Angriff passierte, als viele Menschen auf den Straßen warenAugenzeugen in der kriegsähnlichen SzenerieDer Autofahrer wurde festgenommen und von der Polizei verhört. Es sei noch unklar, ob es sich um einen Anschlag handelte, sagte Mezzetti.
Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni sprach von einem „äußerst schwerwiegenden“ Vorfall. Meloni dankte den Bürgern, „die mutig eingegriffen haben“, um den Täter aufzuhalten.
Täter soll Abschluss in Wirtschaftswissenschaften haben
Bei dem Mann handelt es sich Medienberichten zufolge um einen etwa 30-Jährigen. Er wurde festgenommen und soll von der Polizei befragt werden. Mezzetti kündigte an, später Details zu den Hintergründen zu nennen.
Wie Medien berichteten, wurde der Mann in der norditalienischen Stadt Bergamo geboren und wuchs in der Provinz Modena auf. Er soll demnach einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften haben und nicht vorbestraft sein.
Der Italiener mit marokkanischen Wurzeln hatte 2022 „eine psychische Störung“ durchgemacht, erklärte die Präfektin Triolo. Er sei in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden, danach habe sich seine Spur aber verloren. Triolo zufolge stand der Fahrer nicht unter dem Einfluss von „psychotropen Substanzen“. Seine Wohnung in der Nähe von Modena wurde durchsucht.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.