Im Politikerranking des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild“-Zeitung bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der beliebteste Politiker Deutschlands. Er kommt auf 5,0 Punkte und verteidigt damit Platz eins. Auf den weiteren Plätzen folgen Cem Özdemir (Grüne) mit 4,4 Punkten und Hendrik Wüst (CDU) mit 4,1 Punkten. Alle drei legen im Vergleich zur Vorwoche leicht zu.

Für die größte Veränderung in der Spitzengruppe sorgt dieses Mal AfD-Chefin Alice Weidel. Sie verbessert sich laut „Bild“ von Rang acht auf Platz vier und kommt nun auf 4,0 Punkte. Damit zieht sie an Markus Söder (CSU) vorbei, der mit 3,9 Punkten auf Rang fünf zurückfällt. Nach Angaben der Zeitung profitiert Weidel dabei vor allem von sehr guten Werten im eigenen Lager. Dort erreiche die Parteichefin einen Spitzenwert von 8,5 Punkten, bei den Anhängern von Union, SPD und Grünen komme sie hingegen nicht gut an.

Im Mittelfeld gewinnen vor allem Politikerinnen der Linken an Boden. Heidi Reichinnek verbessert sich auf Platz zehn, Ines Schwerdtner auf Platz zwölf. Auch Tino Chrupalla (AfD) und Franziska Brantner (Grüne) legen zu. Rückschläge müssen dagegen unter anderem Julia Klöckner (CDU), Carsten Linnemann (CDU), Lars Klingbeil (SPD) und Bärbel Bas (SPD) hinnehmen. Die SPD-Arbeitsministerin rutscht von Platz 15 auf Platz 17 ab.

Am Ende des Rankings bleibt es für die Union ungemütlich. Jens Spahn (CDU) liegt mit 2,8 Punkten auf Rang 19, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bildet mit 2,7 Punkten weiter das Schlusslicht.

Die Bewertung in der Tabelle reicht von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) und weist den Durchschnitt der Benotungen von Befragten aus, die den Politiker benotet haben.

Das Politikerranking von Insa im Überblick:

  1. Boris Pistorius (SPD) – 5,0 – Platz unverändert im Vergleich zu voriger Woche
  2. Cem Özdemir (Grüne) – 4,4 – unverändert
  3. Hendrik Wüst (CDU) – 4,1 – unverändert
  4. Alice Weidel (AfD) – 4,0 – verbessert sich
  5. Markus Söder (CSU) – 3,9 – verschlechtert sich
  6. Alexander Dobrindt (CSU) – 3,9 – unverändert
  7. Wolfgang Kubicki (FDP) – 3,9 – unverändert
  8. Julia Klöckner (CDU) – 3,7 – verschlechtert sich
  9. Sahra Wagenknecht (BSW) – 3,7 – unverändert
  10. Heidi Reichinnek (Linke) – 3,6 – verbessert sich
  11. Carsten Linnemann (CDU) – 3,6 – verschlechtert sich
  12. Ines Schwerdtner (Linke) – 3,5 – verbessert sich
  13. Lars Klingbeil (SPD) – 3,5 – verschlechtert sich
  14. Tino Chrupalla (AfD) – 3,5 – verbessert sich
  15. Franziska Brantner (Grüne) – 3,5 – verbessert sich
  16. Katharina Dröge (Grüne) – 3,4 – verschlechtert sich
  17. Bärbel Bas (SPD) – 3,4 – verschlechtert sich
  18. Katherina Reiche (CDU) – 3,2 – unverändert
  19. Jens Spahn (CDU) – 2,8 – unverändert
  20. Friedrich Merz (CDU) – 2,7 – unverändert

Grundlage des Rankings ist laut „Bild“ eine Insa-Umfrage unter 2005 Wahlberechtigten. Der Erhebungszeitraum lag demnach zwischen dem 15. und 18. Mai 2026.

Weidel im ZDF-Ranking unbeliebteste Politikerin

Neben dem Insa-Politikerranking gibt es auch die Top Ten des ZDF-„Politbarometers“ der Forschungsgruppe Wahlen. Hier liegt Alice Weidel mit einem Wert von minus 2,2 auf dem letzten Platz. Vorletzte ist Wirtschaftsministerin Reiche mit minus 1,5, davor platziert sich Merz mit einem Tiefstwert von minus 1,3. Verteidigungsminister Pistorius liegt auch hier nach wie vor auf dem ersten Platz.

Auf Bundesebene stieg die AfD beim Meinungsforschungsinstitut Insa auf 29 Prozent (plus eins gegenüber der Vorwoche) – den höchsten je für sie gemessenen Wert. Die Union fiel in der Erhebung für die „Bild am Sonntag“ auf 22 Prozent (minus eins) zurück – bei Insa ihr schwächster Wert seit mehr als vier Jahren.

Die SPD rutscht auf 12 Prozent (minus eins). Zusammen erreicht Schwarz-Rot nur noch 34 Prozent.

Die Umfragewerte im Überblick:

  • Union: 22 Prozent (-1 Prozentpunkt)
  • AfD: 29 Prozent (+1)
  • SPD: 12 Prozent (-1)
  • Grüne: 14 Prozent (+1,5)
  • Linke: 10 Prozent (-1)
  • FDP: 3 Prozent (-0,5)
  • BSW: 3 Prozent (-0,5)
  • Sonstige: 7 Prozent (+1,5)

Andere Institute sahen die AfD zuletzt zwischen 25 und 28 Prozent und die Union zwischen 22 und 24 Prozent. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet.

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