Nach „ausländerfeindlichen Parolen“ auf einem Sommerfest einer Freiwilligen Feuerwehr in Solingen hat die Feuerwehr ein Disziplinarverfahren gegen eines ihrer Mitglieder eingeleitet. Der Mann soll einer der Gäste gewesen sein, die die Parolen gerufen hätten, teilte die Stadt Solingen mit.
Der Vorfall habe sich am Samstagabend bei der Löscheinheit 3 am Mangenberg ereignet. Die gastgebende Löscheinheit habe umgehend eingegriffen, die Rufe unterbunden und die betreffenden Personen des Festgeländes verwiesen.
Wie Zeugen gegenüber dem „Solinger Tageblatt“ schilderten, texteten die Gäste eine Stelle des Songs „L’Amour toujours“ von Gigi D’Agostino um und sangen „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus“. Ein ähnlicher Vorfall hatte sich im Mai 2024 auf der Insel Sylt ereignet und bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.
Das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr sei mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert worden. Zudem wurde laut Mitteilung der Stadt Solingen ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet.
Die Feuerwehr erklärte, sie distanziere sich ausdrücklich von jeder Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und menschenverachtendem Verhalten. Derartige Äußerungen stünden in eklatantem Widerspruch zu den Werten der Feuerwehr, die für Respekt, Toleranz und die Hilfe für alle Menschen unabhängig ihrer Herkunft, Religion oder Weltanschauung eintritt.
Der Leiter der Feuerwehr, Sebastian Wagner, erklärte: „Bei derartigen Verhaltensweisen schauen wir sehr genau hin und werden – sofern sich die Vorwürfe bestätigen – die erforderlichen disziplinarrechtlichen Konsequenzen ziehen. Für Fremdenfeindlichkeit und rassistische Parolen ist in der Feuerwehr kein Platz.“
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