Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit den beiden US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über Wege zu einem Ende des Krieges mit Russland beraten. Bei dem Gespräch sei es darum gegangen, „wie man der Diplomatie neuen Schwung verleihen und den Frieden voranbringen kann“, erklärte Selenskyj am Mittwoch auf X. Das Gespräch nannte er „fruchtbar und wichtig“.
„Frieden ist notwendig – ein Frieden in Würde“, schrieb Selenskyj weiter und fügte hinzu: „Die Ukraine ist schon seit langem dazu bereit.“ Die Teams beider Länder stünden „weiterhin in engem Kontakt“.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat für Donnerstag ein Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio in der philippinischen Hauptstadt Manila angekündigt. Bei der Begegnung am Rande des Außenministertreffens der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (Asean) dürfte es vor allem um die Kriege in der Ukraine und im Iran gehen.
Rubio sagte vor Journalisten, er habe Lawrow bereits am Dienstag kurz gesprochen, und bestätigte das Treffen für Donnerstag. Die Außenminister hatten sich zuletzt im Juli 2025 in Malaysia gesehen – ebenfalls im Rahmen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean.
Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über eine Beendigung des seit mehr als vier Jahren andauernden Krieges sind festgefahren. Zudem gerieten die von den USA vermittelten Gespräche wegen des Iran-Kriegs in den Hintergrund. Moskau fordert den Rückzug ukrainischer Truppen aus der gesamten ostukrainischen Region Donezk – Kiew lehnt dies ab.
Russland greift die Ukraine seit Beginn seines Angriffskriegs nahezu täglich mit Drohnen und Raketen an. Die Ukraine hat ihre Gegenangriffe zuletzt intensiviert und dabei russische Raffinerien, Öllager, Frachtschiffe und einen Versandhändler ins Visier genommen. US-Präsident Donald Trump hatte die ukrainischen Angriffe auf Energie-Infrastruktur tief auf russischem Gebiet kürzlich befürwortet, weil dies dazu beitragen könne, „dass es (der Krieg) zu einem Ende kommt“.
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