US-Präsident Donald Trump hat in Washington den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu empfangen. Beide Regierungschefs reisten anlässlich der Trauerfeier für den verstorbenen US-Senator Lindsey Graham nach Washington. Dieser galt sowohl als wichtiger Unterstützer der Ukraine als auch Israels im US-Kongress.
Zuerst empfing Trump Selenskyj, kurz darauf Netanjahu. In den Gesprächen standen die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten im Fokus. Details wurden bisher nicht bekannt, nur so viel: „Beide Treffen verliefen positiv und produktiv!“, teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt mit. An beiden Gesprächen nahmen unter anderem auch US-Außenminister Marco Rubio und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teil, wie Fotos der Treffen zeigen.
Wolodymyr Selenskyj kam dieses Mal mit Jacket zu Donald TrumpNach ukrainischen Angaben sprachen Trump und Selenskyj über eine Stärkung der Luftabwehr der Ukraine. Das teilte Selenskyj auf X mit. „Der Präsident und ich haben über Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen gesprochen und andere Dinge, die helfen können“, schrieb er.
Außerdem sei es um eine Wiederbelebung der diplomatischen Bemühungen um ein Kriegsende gegangen. „Ich bin den Vereinigten Staaten dankbar für ihre feste Unterstützung“, erklärte Selenskyj. Die USA sehen sich in dem Krieg als Vermittler – ihre Bemühungen für ein Kriegsende sind zuletzt aber auch infolge des eigenen Kriegs gegen den Iran in den Hintergrund geraten.
Trump empfing Netanjahu im Oval Office – auf dem Tisch ein Modell der Air Force OneDas Gespräch zwischen Trump und Selenskyj endete US-Medien zufolge nach einer guten Stunde. Bei Selenskyjs Besuch im Februar 2025 war es zu einem beispiellosen Eklat gekommen, bei dem Trump seinen Besucher maßregelte.
Netanjahu wiederum reiste zuletzt kurz vor Beginn des Iran-Kriegs im Februar ins Weiße Haus. Seitdem gab es kein persönliches Treffen mehr – und Berichte über Differenzen der beiden im Iran-Krieg sorgten mehrfach für Schlagzeilen. Der zentrale Konflikt bestand demnach darin, dass Israel den Krieg fortsetzen wollte, während Trump auf eine diplomatische Lösung drängte.
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