Die FDP knackt einem Vorabbericht zufolge erstmals seit anderthalb Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für „Bild am Sonntag“ erhebt, klettert die FDP um einen Punkt auf fünf Prozent, schreibt die Zeitung vorab.
Damit würden die Liberalen aktuell wieder in den Bundestag einziehen. Dies war zuletzt im Januar 2025 der Fall. Stärkste Kraft bleibt laut Vorabbericht der Zeitung die AfD mit unverändert 28 Prozent. Die CDU/CSU bleibt bei 21 Prozent, ebenso Grüne (14 Prozent), SPD (12 Prozent) und Linke (11 Prozent).
Das BSW stagniert bei 4 Prozent und würde so den Einzug in den Bundestag verpassen. 5 Prozent (-1) der Befragten würden eine der sonstigen Parteien wählen, heißt es weiter.
Die Umfragewerte im Überblick:
- AfD: 28 Prozent (unverändert)
- CDU/CSU: 21 Prozent (unverändert)
- Grüne: 14 Prozent (unverändert)
- SPD: 12 Prozent (unverändert)
- Linke (11 Prozent)
- BSW: 4 Prozent (unverändert)
- Sonstige Parteien: 5 Prozent (-1)
Das Meinungsforschungsinstitut Insa hat für „Bild am Sonntag“ 1201 Personen im Zeitraum vom 27. bis zum 31. Juli 2026 befragt.
Deutsche zweifeln am Tempo der Merz-Regierung
Laut einer aktuellen Insa-Umfrage rechnet nur noch eine Minderheit damit, dass die schwarz-rote Koalition noch in diesem Jahr wichtige Reformen auf den Weg bringt. Nur 25 Prozent der Befragten glauben demnach, dass die Bundesregierung 2026 entscheidende Reformvorhaben umsetzen wird. 65 Prozent erwarten das nicht. Das ist besonders relevant, weil sich die Regierung für das kommende Jahr unter anderem große Reformen bei Rente, Steuern und Pflege vorgenommen hat.
Auch die langfristige Stabilität der Bundesregierung wird von vielen Befragten skeptisch bewertet. 57 Prozent gehen davon aus, dass die schwarz-rote Regierung nicht bis zum regulären Ende der Wahlperiode 2029 bestehen bleibt. Lediglich 29 Prozent sind überzeugt, dass die Koalition bis dahin hält. 14 Prozent machten keine Angabe.
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