Ein US-Militärhubschrauber mit Präsident Donald Trump an Bord ist womöglich über Washington einem Passagierflugzeug zu nahe gekommen. Die Transportsicherheitsbehörde erklärte am Mittwoch, sie untersuche einen Vorfall, „bei dem der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen der ‚Marine One’ und einem vom Washington National Airport (DCA) gestarteten Passagierflugzeug unterschritten worden sein soll“. Das Weiße Haus betonte, der Präsident habe sich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr befunden.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag (Ortszeit), als Marine One Trump vom Weißen Haus zur rund 20 Kilometer östlich von Washington gelegenen Andrews Joint Base brachte. Der Hubschrauber mit Trump an Bord näherte sich dabei laut einem Bericht der „New York Times“ am Dienstag über der US-Hauptstadt einem Passagierflugzeug auf weniger als eine Meile (rund 1,6 Kilometer).

Zuvor sei es zu einer missverständlichen Kommunikation mit der Flugsicherung gekommen. Die Zeitung berief sich bei ihrem Bericht auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Laut dem „Wall Street Journal“ erfordern Sicherheitsvorschriften unter den gegebenen Bedingungen einen Abstand von mindestens 1,5 Meilen.

Ein Sprecher des Weißen Hauses, Kush Desai, sagte der Nachrichtenagentur AFP: „Die Flüge von ‚Marine One‘ werden von einigen der besten Piloten der Welt durchgeführt, und der Präsident war zu keinem Zeitpunkt einer Gefahr ausgesetzt.“

Die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Flughafen DCA waren vor gut anderthalb Jahren drastisch verschärft worden. Damit reagierten die Behörden auf die tödliche Kollision zwischen einem anfliegenden Verkehrsflugzeug und einem Armeehubschrauber im Januar 2025, bei der 67 Menschen ums Leben kamen.

Die American-Airlines-Maschine des Typs Bombardier CRJ700, die aus Wichita (Kansas) kam, und der Helikopter stürzten damals ins Wasser des Flusses Potomac. An Bord des Flugzeugs befanden sich 60 Passagiere sowie vier Crew-Mitglieder, im Hubschrauber saßen drei Soldaten. Unter den Opfern war auch eine Gruppe Eiskunstläufer.

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