Kinder und Jugendliche sollten bei der Nutzung von Social Media möglichst zeitnah geschützt werden – das fordert der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU). „Es geht um altersgerechten Zugang und verbindlichen Schutz“, sagte Streeck der „Rheinischen Post“ am Samstag. Es sei aber nicht das Ziel, „dass Kinder und Jugendliche pauschal aus Sozialen Medien ausgesperrt werden sollen“, betonte er.
„Für Kinder unter 13 Jahren steht eine gesetzliche Altersgrenze für die eigenständige Nutzung im Raum, mit Ausnahmen etwa für nachweislich kindgerechte Angebote oder eine Nutzung unter elterlicher beziehungsweise pädagogischer Begleitung“, sagte Streeck. „Für ältere Jugendliche brauchen wir abgestufte Schutzstandards.“ Entscheidend sei für ihn, dass nicht die gesamte Verantwortung bei Kindern und Eltern abgeladen werde.
Plattformen bauten ihre Angebote mit Endlos-Scrolling, automatischer Wiedergabe und anderen Mechanismen gezielt so, dass Menschen möglichst lange auf ihnen blieben, sagte Streeck. „Bei Minderjährigen müssen dafür strengere Regeln gelten. Dazu gehören eine funktionierende Altersverifikation und klare Vorgaben, welche Funktionen in welchem Alter überhaupt zulässig sind.“
Streeck sprach sich für eine europäische Regelung aus. Sie wäre aus seiner Sicht am wirksamsten, weil „wir es mit globalen Plattformen zu tun haben“. Zugleich würden nationale Regelungen vorbereitet, falls Europa nicht schnell genug handele. „Ich halte diese Linie für richtig und werde sie unterstützen.“
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