Die Mehrheit der Menschen in Deutschland geht einer Umfrage zufolge davon aus, dass Friedrich Merz nicht die volle Wahlperiode lang Bundeskanzler bleiben wird. In einer YouGov-Erhebung im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur rechneten 36 Prozent der Befragten damit, dass der CDU-Vorsitzende dieses Jahr noch Kanzler bleibt, aber vor der Bundestagswahl 2029 abgelöst wird. 18 Prozent gingen sogar von einer Ablösung noch im laufenden Jahr aus.
Aus Sicht von 29 Prozent der Befragten bleibt der Kanzler noch mindestens bis zur nächsten regulären Wahl 2029 im Amt. 17 Prozent machten keine Angaben.
Aus Sicht einer großen Mehrheit der Befragten hat Merz durch den personellen Umbau im Kabinett, in der Bundestagsfraktion und in der CDU-Spitze vor der Sommerpause nicht an Autorität in seiner Partei gewonnen. Nach Auffassung von 36 Prozent der Befragten hat er sogar stark an Autorität verloren, nach Ansicht weiterer 31 Prozent hat er eher Autorität eingebüßt.
Nur ein Prozent der Befragten geht davon aus, dass er stark an Autorität gewonnen habe. Weitere fünf Prozent glauben, dass dies eher der Fall war. Für 19 Prozent trifft weder das eine noch das andere zu.
Mehr Zutrauen in Wüst als in Merz
Gefragt, wen sie persönlich für geeigneter für das Amt des Bundeskanzlers halten, entschieden sich neun Prozent für Merz und 25 Prozent für seinen Parteifreund, den NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst. 66 Prozent antworteten mit „weiß nicht“.
YouGov befragte vom 14. bis 17. August 2091 Wahlberechtigte. Die Fragen lauteten: Wie lange, glauben Sie, wird Friedrich Merz Bundeskanzler bleiben? Welchen dieser Politiker halten Sie persönlich für das Amt des Bundeskanzlers für geeigneter? Glauben Sie, dass Bundeskanzler Friedrich Merz durch die Personalwechsel in der Bundesregierung, der Bundestagsfraktion und in der CDU an Autorität in seiner Partei gewonnen oder verloren hat?
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