Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD laut einer Umfrage ihren Vorsprung auf die CDU ausgebaut.

In der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD kommt die im Land als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei auf 42 Prozent – das ist ein Prozentpunkt mehr als im Juli. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze liegt bei 22 Prozent, sie verliert im Vergleich zur letzten Befragung Ende Juli zwei Prozentpunkte.

Es folgen die Linke mit 11 Prozent (minus 2), die SPD mit 8 Prozent (plus 1) und die Grünen mit 6 Prozent (plus 1). Das BSW würde mit 4 Prozent ebenso wie die FDP mit 3 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf 4 Prozent.

Etwa jeder zehnte Wahlberechtigte (11 Prozent) gibt an, dass sich seine Parteipräferenz bis zum Wahltag noch ändern könnte.

Die Umfragewerte im Überblick:

  • AfD: 42 Prozent (+1 Prozentpunkt)
  • CDU: 22 Prozent (-2 Prozentpunkte)
  • Linke: 11 Prozent (-2 Prozentpunkte)
  • SPD: 8 Prozent (+ 1 Prozentpunkt)
  • Grüne: 6 Prozent (+1 Prozentpunkt)
  • BSW: 4 Prozent (unverändert)
  • Sonstige: 7 Prozent (+ 1 Prozentpunkt)

AfD hätte allein keine Mehrheit

Könnte man den Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt direkt wählen, würden sich 41 Prozent für Schulze und 39 Prozent für AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund entscheiden. 20 Prozent antworteten mit „weiß nicht“ oder machten keine Angabe.

Bei einem solchen Wahlausgang würde die AfD ihr Ziel einer Alleinregierung nicht erreichen. Eine CDU-geführte Minderheitsregierung mit SPD und Grünen wäre gegebenenfalls auf Unterstützung der Linken angewiesen. Laut der Umfrage sind die Anhänger der Union geteilter Meinung (jeweils 47 Prozent), ob eine CDU-geführte Landesregierung von der Linken unterstützt werden sollte.

In Sachsen-Anhalt regiert die CDU derzeit mit SPD und FDP – laut Umfragen hat letztere nur geringe Chancen auf einen Wiedereinzug ins Landesparlament. Die Landtagswahl findet am 6. September statt.

Infratest dimap befragte 1511 wahlberechtigte Bürger in Sachsen-Anhalt telefonisch und online am 24. und 25. August. Die Umfrage gilt als repräsentativ. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

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