Bei einer Wahlveranstaltung in Grimmen hat die AfD Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Personenkult und Lüge vorgeworfen. Es brauche einen Neuanfang, sagte AfD-Fraktionschef Enrico Schult. „Wir sind gekommen, um zu regieren“, sagte er.

Der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Leif-Erik Holm, forderte unterdessen eine neue Spezialeinheit für die Polizei. Diese Einheit müsse sich allein der Rückführung illegaler Migranten widmen. Statt einer Erstaufnahmeeinrichtung „brauchen wir eine Ausreiseeinrichtung und diese werden wir etablieren“, sagte Holm vor rund 400 Gästen.

Rund 150 Menschen beteiligten sich vor dem Kulturhaus in Grimmen an Gegendemonstrationen gegen die Veranstaltung. Es hab eine verbale Auseinandersetzung zwischen AfD-Unterstützern und etwa 150 Gegendemonstranten, die auch ein Pfeifkonzert anstimmten. Ein starkes Polizeiaufgebot trennte die Gruppen.

An der Veranstaltung nahm auch der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla teil. Parteichefin Alice Weidel wollte ursprünglich ebenfalls auftreten, sagte aber kurz vor Beginn der Veranstaltung ab.

Am 20. September sind Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Einer Insa-Umfrage Mitte August zufolge führt die AfD mit 36 Prozent vor der SPD (29 Prozent) und den Linken (11 Prozent). In den Landtag würden der Umfrage zufolge auch CDU (zehn Prozent) und Grüne (fünf Prozent) einziehen.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.