Die Zahl der registrierten unerlaubten Einreisen an den deutschen Grenzen ist im August weiter gesunken. Wie die Bundespolizei am Freitag in Potsdam mitteilte, versuchten im vergangenen Monat 3587 Menschen, ohne gültige Papiere nach Deutschland einzureisen. Dies waren rund 14 Prozent weniger als im Juli und 39 Prozent weniger als im August 2025. Es ist zudem der niedrigste Stand seit über fünf Jahren.

In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres stellte die Bundespolizei damit 32.606 unerlaubte Einreisen an Deutschlands Land-, Luft- und Seegrenzen fest. Dies waren 10.276 oder rund 24 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der niedrigste Monatswert der vergangenen Jahre war laut Bundespolizei im Januar 2021 mit 2727 unerlaubten Einreisen verzeichnet worden – mitten im Corona-Lockdown.

In Deutschland finden seit September 2024 Kontrollen an den Landesgrenzen zu allen Nachbarländern statt. In den Jahren zuvor waren diese wegen der Migrationslage bereits zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz eingeführt worden.

Mit dem Amtsantritt der schwarz-roten Regierung im Mai 2025 ordnete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auch verstärkte Zurückweisungen an. Seitdem wurden laut Bundespolizei 43.438 Menschen zurückgewiesen. Seit Mai 2025 wurden zudem 2203 Menschen wegen einer Wiedereinreisesperre am Grenzübertritt gehindert.

Nicht erfasst werden unregistrierte unerlaubte Grenzübertritte, zum Beispiel über die grüne Grenze oder über nicht überwachte Feld- und Wiesenwege. Deshalb fällt die Zahl der Asylbewerber in der Regel höher aus als die der registrierten illegalen Einreisen.

Im ersten Halbjahr stellten 39.646 Menschen erstmals einen Asylantrag – ebenfalls weniger als in den Vorjahen. Darin wiederum sind nicht nur unerlaubt eingereiste Migranten enthalten, sondern auch Fälle, in denen die Bewerber zum Beispiel mit einem Touristenvisum oder einem anderen Schengenvisum legal nach Deutschland gelangten, etwa aus China oder der Türkei.

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