Russland warnt westliche ​Politiker und Diplomaten vor Reisen in die Ukraine. Sie sollten die Risiken „nüchtern“ abwägen, mahnte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Dienstag.

Hintergrund ⁠ist ein russischer Drohnenangriff auf eine Bahnstrecke am Sonntag, die kurz zuvor ein Zug mit dem britischen Ex-Premierminister Boris Johnson und dem schwedischen Ex-Ministerpräsidenten Carl Bildt passiert hatte. Sacharowa erklärte, Bahnhöfe und die Transportinfrastruktur für das ukrainische Militär seien legitime Ziele. Russland habe ausländische Diplomaten im Mai aufgefordert, Kiew wegen der Angriffe auf Rüstungsbetriebe zu verlassen.

Polen will nach dem Drohnenangriff in Grenznähe seine Grenzübergänge zur Ukraine befestigen. „Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen, dass Russlands Vorgehen die Sicherheit ganz Europas gefährdet“, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf X.

Pioniere der polnischen Armee sollen nun die Grenzposten mit sogenannten Hesco-Barrieren verstärken, wie das Oberkommando auf X mitteilte. Dies sind vom Militär verwendete Körbe aus Metall und Kunststofffolie, die mit Sand gefüllt werden. Außerdem sollen in der Nähe der Grenzübergänge Dorohusk, Medyka und Korczowa zusätzliche Beobachtungs- und Wachposten gebaut werden.

Außer dem Drohnenangriff auf den Zug in der Ukraine gab es nur 800 Meter von der Grenze zu Polen entfernt einen weiteren Drohnenangriff auf eine Tankstelle. Polens Regierung warf Moskau eine Eskalation des Ukraine-Kriegs vor.

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