Am zweiten Tag der Parlamentswahl in Russland ist das elektronische Wahlsystem in Moskau nach Behördenangaben Ziel eines Cyberangriffs geworden. In der Nacht zu Samstag sei das System in der Hauptstadt „einer massiven und anhaltenden Attacke“ ausgesetzt gewesen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Ria die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa. Die Lage sei jedoch „unter Kontrolle“, versicherte sie. Die Sicherheit des Systems gewährleiste weiterhin die elektronische Stimmabgabe.
Über die Art des Angriffs oder mögliche Urheber machte Pamfilowa keine Angaben. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte der Ukraine am Freitag vorgeworfen, die Abstimmung „behindern“ zu wollen, worauf diese zunächst nicht reagierte. Kiew hatte den Urnengang jedoch als Farce bezeichnet.
Noch bis Sonntagabend stimmen die Russinnen und Russen über die Besetzung der 450 Sitze in der Staatsduma ab, dem Unterhaus des Parlaments. Daneben finden auch Regional- und Kommunalwahlen statt. Ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Putin gilt als sicher. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen. Die Anti-Kriegspartei Jabloko wurde im vergangenen Monat von der Wahl ausgeschlossen.
Es ist die erste Wahl seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine im Jahr 2022. Auch in den von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine wird die Wahl abgehalten.
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