Am letzten Tag der Parlamentswahl in Russland ist die Hauptstadtregion Moskau erneut zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden. Seit Mitternacht seien mehr als 180 anfliegende Drohnen abgefangen worden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Sergej Sobjanin, den Bürgermeister Moskaus.

Allerdings seien laut dem Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, auch mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden, als Drohnen in zwei Wohnhäuser einschlugen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Heute endet die dreitägige Parlamentswahl in Russland. Nach dem Ausschluss der Opposition will sich Präsident Wladimir Putin seinen Kriegskurs gegen die benachbarte Ukraine offiziell bestätigen lassen. Trotz Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und weit verbreiteter Unzufriedenheit im Volk soll auch diesmal wieder eine Zweidrittelmehrheit für die seit mehr als 20 Jahren regierende Kremlpartei „Geeintes Russland“ erzielt werden.

Russlands Armee führt seit Februar 2022 einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Neben der Invasion mit Bodentruppen attackieren Putins Streitkräfte ukrainische Städte unablässig mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Gleitbomben und Drohnen. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe und nutzt für Gegenangriffe auf russisches Gebiet vor allem günstig und schnell herzustellende Drohnen. Die mit Sprengsätzen versehenen Flugroboter werden oft in großen Massen eingesetzt, um die Luftabwehr des Feindes zu überwältigen.

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