Der Iran hat die USA vor neuen Militärschlägen gewarnt und zugleich Bedingungen für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen formuliert. Das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija erklärte laut der Nachrichtenagentur Fars, alle US-Stützpunkte und Interessen in der Region würden im Falle neuer Angriffe ohne jegliche Einschränkung oder Rücksichtnahme kontinuierlichen, wirksamen und schmerzhaften Angriffen ausgesetzt sein.

Staaten in der Region, die einen US-Angriff unterstützten, würden als Komplizen betrachtet und könnten keine Zurückhaltung oder Nachsicht erwarten. Zur Begründung verwies das Militär auf unbestätigte Berichte über ein Treffen von US-Vertretern in einem europäischen Land. Dort sollen demnach Vereinbarungen über erneute Angriffe auf den Iran getroffen worden sein. Einige arabische Staaten der Region hätten dafür grünes Licht gegeben.

Zugleich machte die iranische Führung deutlich, dass sie eine Rückkehr zu Verhandlungen mit den USA an die Erfüllung ihrer Forderungen knüpft. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus komme erst infrage, wenn die USA sämtliche Bedingungen Teherans erfüllt hätten. Solange dies nicht geschehe, werde es auch „keinen Weg zurück zum früheren Stand von Verhandlungen“ geben. Irans Positionen seien klar und nicht verhandelbar.

Zuvor hatte Irans oberster Sicherheitskoordinator Mohsen Resai die Bereitschaft signalisiert, den Konflikt mit den USA auf Grundlage eines im Juni geschlossenen Rahmenabkommens zu beenden. Im Gespräch mit dem arabischen Sender Al Jazeera nannte der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats sieben Voraussetzungen dafür. Zu den Forderungen Teherans gehören die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, ein Ende des Krieges an allen Fronten sowie die Aufhebung der Blockade iranischer Häfen und Schiffe. Zudem verlangt die Führung in Teheran, dass Washington sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischt.

Nach Angaben iranischer Vertreter orientieren sich die Forderungen an der Vereinbarung vom Juni, die den Weg für ein dauerhaftes Abkommen ebnen sollte. Erst nach der vollständigen Umsetzung der Bedingungen durch die USA könne es weitere Gespräche geben. Dabei solle unter anderem über die Zukunft des iranischen Atomprogramms verhandelt werden.

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