Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin sorgt die Anwesenheit weiterer umstrittener Gäste bei Feierlichkeiten der Partei für Kritik. Neben dem Berliner Clan-Chef Issa Remmo war auch der pro-palästinensische Aktivist Ibrahim Ibrahim auf der Wahlparty zu Gast, wie Fotos belegen. Über die Anwesenheit von Ibrahim berichtete das Portal „T-Online“ und beruft sich auf Posts von Berliner Journalisten in den sozialen Netzwerken.

Der Verein Democ, der zu Antisemitismus und Extremismus arbeitet, ordnet Ibrahim dem Umfeld der palästinensischen Organisation PFLP zu, die von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft wird. Nach Angaben des Vereins hatte Ibrahim den 2024 getöteten Hamas-Anführer Jahja Sinwar öffentlich als „Märtyrerhelden“ bezeichnet.

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Zusätzliche Aufmerksamkeit erregte ein Foto, auf dem Ibrahim gemeinsam mit dem Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak zu sehen ist. Koçak gewann 2025 das Direktmandat in Berlin-Neukölln.

Bereits zuvor hatte die Anwesenheit von Clan-Chef Issa Remmo bei Linken-Veranstaltungen für Diskussionen gesorgt. Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp betonte daraufhin, Remmo sei nicht eingeladen gewesen und wieder weggeschickt worden. Mit organisierter Kriminalität habe ihre Partei nichts zu tun. Zur Anwesenheit von Ibrahim äußerte sie sich nicht.

Kritik kam von Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU). Er sagte „Bild“: „Wenn Clan-Chefs und Islamisten den Wahlsieg der Linken in Berlin bejubeln, lässt das Schlimmes für die Innere Sicherheit befürchten.“ Die im Wahlkampf versprochenen Einsparungen bei Polizei und Verfassungsschutz hätten negative Auswirkungen auch auf Brandenburg, denn die organisierte Kriminalität arbeite über Ländergrenzen hinweg.

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