Ein Treffen zwischen US-Außenminister Marco Rubio und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow werde am Rande der UN-Vollversammlung in New York stattfinden, teilte das US-Außenministerium mit. Bei der Begegnung dürfte es vor allem um die Kriege in der Ukraine und im Iran gehen.

Ebenfalls am Mittwoch wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj als Redner bei der UN-Generaldebatte erwartet. Selenskyj hatte zuvor die Bereitschaft seines Landes zu einem Ende der Angriffe auf russische Energieanlagen bekräftigt – im Falle einer entsprechenden Zusage aus Moskau hinsichtlich ukrainischer Energieinfrastruktur.

„Wir sind zu jeder Art von Energie-Waffenstillstand bereit“, falls Moskau zustimme, „unser Energiesystem nicht anzugreifen“, sagte Selenskyj vor Journalisten in New York. Der ukrainische Staatschef betonte zugleich, er kenne die Haltung Moskaus zu dieser Frage nicht. Er äußerte die Hoffnung, dass die USA einen Weg finden würden, die russische Seite „zu irgendeiner Form von Verhandlungen zu bewegen“.

Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Rande der UN-Vollversammlung hatte Selenskyj später im Onlinedienst X als „positiv und produktiv“ bezeichnet. Er erklärte, „sowohl die USA als auch die Ukraine wollen, dass dieser sinnlose russische Krieg vor dem Winter endet“. Er habe mit Trump über „Deeskalationsmaßnahmen gesprochen, die den Weg für die Diplomatie ebnen könnten“.

Die USA bemühen sich seit Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus, ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu erreichen. Bisherige Gesprächsrunden unter Beteiligung von Unterhändlern der USA, Russlands und der Ukraine brachten keinen Durchbruch.

Auch wegen des Iran-Kriegs waren Gespräche über ein Ende der Gefechte in der Ukraine unter US-Vermittlung ins Stocken geraten. Zuletzt bemühten sich die USA darum, die Verhandlungen wiederzubeleben.

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