Die drei Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern wurden für die CDU zur „Zäsur“: Zunächst das Wahldebakel in Sachsen-Anhalt, zwei Wochen später der verpasste Landtagseinzug in Mecklenburg-Vorpommern und enttäuschende Ergebnisse in Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte am Montag, die Wahlen hätten auch mit seiner Person zu tun gehabt.

Wird die große Unzufriedenheit mit Merz auch die Chancen der CDU bei den kommenden Landtagswahlen schmälern? Die nächste Landtagswahl findet im April statt. Dann wählt Nordrhein-Westfalen ein neues Landesparlament.

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Und Umfragen kennen für die CDU auch nur eine Richtung. Einer aktuellen Forsa-Erhebung zufolge schrumpft der Vorsprung der Partei um Ministerpräsident Hendrik Wüst auf die AfD deutlich. Demnach käme die CDU nur noch auf 29 Prozent, wenn am Sonntag Wahl wäre. Im April – bei der letzten Forsa-Umfrage – waren es noch 32 Prozent gewesen. Gleichzeitig legt die AfD um zwei Prozentpunkte auf 22 Prozent zu. Damit ist der Abstand der beiden Parteien innerhalb weniger Monate von zwölf auf sieben Prozentpunkte geschrumpft.

Vor rund einem Jahr war der Vorsprung mit 22 Prozentpunkten noch deutlich größer. Im Juli 2025 sagten 38 Prozent aller Befragten, die CDU zu präferieren. Bei der AfD waren es 16 Prozent.

Die Umfrage im Überblick:

  • CDU: 29 Prozent (- 3 Punkte)
  • AfD: 22 Prozent (+ 2)
  • SPD: 14 Prozent (+- 0)
  • Grüne: 18 Prozent (+ 1)
  • FDP: 3 Prozent (+- 0)
  • Linke: 8 Prozent (+2)

Während die SPD bei der aktuellen Umfrage weiter bei 14 Prozent liegt, gewinnen die Grünen einen Prozentpunkt hinzu und kämen nun auf 18 Prozent. Die Linkspartei gewinnt zwei Prozentpunkte hinzu und käme auf acht Prozent. Die FDP rangiert gleichbleibend mit drei Prozent.

Bei der Bundestagswahl-Frage zieht AfD an CDU vorbei

Forsa fragte aber nicht nur das Stimmungsbild für die anstehende Landtagswahl ab, sondern ermittelte auch die Parteienwerte auf Bundesebene. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die AfD in NRW auf 24 Prozent – zwei Prozentpunkte mehr als im April.

Das entspricht nicht nur einem Rekordwert für die AfD in dieser Umfrage, sondern erstmals überholt die Partei damit auch die CDU in dem Land.

Die Christdemokraten verlieren vier Prozentpunkte und kommen nur noch auf 22 Prozent. Das ist der tiefste Wert, den Forsa für die CDU in dem Land jemals gemessen hat. Der bislang schwächste Forsa-Wert für die CDU wurde im Dezember 2021 (23 Prozent) ermittelt.

Die Grünen bleiben bei 18 Prozent, die SPD legt um einen Punkt auf 14 Prozent zu. Die Linke gewinnt drei Punkte hinzu und steht bei zwölf Prozent, die FDP kommt auf drei Prozent.

Für die Umfragen befragte Forsa insgesamt 1030 Personen zwischen dem 7. und 18. September. Aktuell regiert die CDU unter Ministerpräsident Hendrik Wüst in einer Koalition zusammen mit den Grünen.

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