Bei einem Zwischenfall während einer Nato-Übung in Lettland sind vier italienische Soldaten verletzt worden, einer davon schwer.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Rom wurde ihr Fahrzeug in einem Stützpunkt nahe der Kleinstadt Adazi mit einem Maschinengewehr beschossen, das auf einem italienischen Schützenpanzer vom Typ Dardo befestigt war. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

Italien hat im Rahmen einer internationalen Brigade mehr als 300 Soldaten in Lettland stationiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden die Verletzten zur Behandlung in die Hauptstadt Riga gebracht, etwa 25 Kilometer entfernt. „Laut den derzeit vorliegenden Informationen weist einer der vier Soldaten schwerere Verletzungen auf. Keiner der Soldaten befindet sich derzeit in Lebensgefahr“, heißt es in einer Stellungnahme auf der Plattform X.

„Sofort wurden alle notwendigen Überprüfungen eingeleitet, um die Ursachen zu klären und den Ablauf des Vorfalls zu rekonstruieren. Die Familien wurden informiert“, heißt es weiter. „Der Minister, die militärische Führung und die gesamte Verteidigung stehen ihren verletzten Kameraden und deren Familien mit dem Wunsch nach einer schnellen Genesung bei.“

In Azadi, einem Stützpunkt der lettischen Armee, sind Soldaten aus mehr als einem Dutzend Ländern stationiert. Die multinationale Brigade der Nato soll die Nordostflanke des westlichen Militärbündnisses schützen, insbesondere gegen mögliche Angriffe aus Russland auf das Baltikum.

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