Der britische Premierminister Andy Burnham hat als erster Regierungschef seines Landes eine Einmischung Russlands beim Brexit-Referendum vor zehn Jahren bestätigt. Er habe in der Regierungszentrale 10 Downing Street nachgefragt und die klare Antwort erhalten: „Ja, das gab es“, sagte Burnham laut Vorabauszügen aus dem Podcast „The Rest Is Politics“.

Wie genau die russische Einmischung diesen Erkenntnissen zufolge aussah, sagte Burnham nicht. Spekulationen darüber hatte es schon seit langem gegeben.

Bei seinem Besuch in Berlin vergangene Woche habe er mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch über das Thema gesprochen, so der Labour-Politiker weiter. Auch in Deutschland gebe es sicherlich russische Desinformation, mit der Einfluss auf die Politik genommen werde, fügte er hinzu.

Burnham warnt Deutschland und Frankreich

„Es ist jetzt wichtig, diese Dinge klar und deutlich festzuhalten. Ich glaube, dass dies den Wählerinnen und Wählern in Deutschland und Frankreich dabei hilft zu verstehen, dass einige dieser politischen Entwicklungen von unseren Gegnern, insbesondere Russland, gezielt angestoßen werden“, so Burnham weiter.

Die Briten stimmten bei dem Referendum vor zehn Jahren mit einer knappen Mehrheit für den EU-Austritt. Es folgte eine lange Phase des politischen Chaos. Der Austritt wurde schließlich Anfang 2020 vollzogen. Burnham bezeichnete den Brexit kürzlich als „katastrophalen Fehler“ und schloss selbst einen Wiedereintritt nicht aus.

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