Die Bundesanwaltschaft hat ein weiteres mutmaßliches Mitglied der linksextremistischen Gruppe festnehmen lassen, die Angriffe auf Rechtsextreme in Budapest verübt hat. Der albanische Staatsangehörige Rexhino A. stellte sich selbst bei der Polizei in Hannover, wie die Karlsruher Behörde am Freitag mitteilte. Er wird verdächtigt, in der ungarischen Hauptstadt im Februar 2023 an zwei Angriffen auf Menschen beteiligt gewesen zu sein.
Die Überfälle ereigneten sich im Februar 2023 rund um den sogenannten Tag der Ehre. Dazu kommen jedes Jahr Rechtsextremisten aus ganz Europa in die ungarische Hauptstadt. A. soll der Bundesanwaltschaft zufolge zusammen mit anderen Mitgliedern seiner Gruppe zwei Menschen mit Pfefferspray, Schlagstöcken und einem Hammer angegriffen haben. Eines der Opfer habe mindestens 15 Schläge überwiegend gegen den Kopf erlitten.
Sieben mutmaßliche weitere Mitglieder der auch als „Hammerbande“ oder Antifa-Ost bezeichneten Gruppe stehen seit November in Dresden vor Gericht. Sie müssen sich vor dem Oberlandesgericht wegen mutmaßlicher Angriffe auf Mitglieder der rechten Szene verantworten. Angeklagt ist dort auch Johann G., dem die Bundesanwaltschaft neben der bereits in einem früheren Prozess zu mehrjähriger Haft verurteilten Lina E. eine „herausgehobene Stellung“ in der linksextremen Gruppierung zuweist.
Der nun in Hannover festgenommene A. wird laut Bundesanwaltschaft der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und der gefährlichen Körperverletzung verdächtigt. Im Februar 2023 soll er sich der Gruppe angeschlossen haben. Er sollte am Freitag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet.
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