Am Flughafen Leipzig/Halle ist nach einem mutmaßlichen Zaundurchbruch die Nordpiste gesperrt worden. Nach bisherigen Ermittlungen hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Fahrzeug den Sicherheitszaun des Geländes in der Nacht zu Sonntag durchbrochen, wie die Polizeidirektion Leipzig mitteilte. Der beschädigte Abschnitt befinde sich in der Nähe abgestellter russischer Antonow-Frachtflugzeuge.

Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Landespolizei suchten daraufhin das Areal ab. Dabei seien zunächst weder unberechtigte Personen ‌noch verdächtige Gegenstände gefunden worden. Die Suche solle im Laufe des Tages mit zusätzlichen Kräften fortgesetzt werden. Der Flugbetrieb auf der Nordpiste blieb den Angaben zufolge vorerst eingestellt. Die Ermittlungen laufen in „alle Richtungen“, wie es hieß.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an einen versuchten Anschlag auf denselben Flughafen ‌am 4. August. Damals waren Drohnenteile und Sprengstoff auf dem Flugfeld in der Nähe von ukrainischen Transportflugzeugen des Typs Antonow entdeckt worden.

Die Bundesregierung machte Russland für diesen mutmaßlichen Sabotageversuch verantwortlich. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ‌erklärte, die Ermittlungen belegten ‌eine russische Verantwortung. Die Bundesregierung warnte vor weiteren eskalierenden hybriden Angriffen Russlands auf ‌die kritische Infrastruktur in Deutschland.

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