Boris Pistorius ist seit langer Zeit der beliebteste Politiker Deutschlands – doch das könnte sich bald ändern. Im neuen Insa-Politikerranking für die „Bild“-Zeitung rangiert der SPD-Politiker zwar immer noch auf Rang eins mit 4,84 Punkten, doch hinter ihm holt Manuela Schwesig deutlich auf: Die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns verbessert sich auf Rang zwei mit 4,43 Punkten.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne), der seit Längerem an Platz zwei gestanden hatte, rutscht auf Rang drei ab. Beliebtester CDU-Politiker ist Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, auf Platz vier.
Neu im Ranking ist Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD), der das Amt von seiner Parteikollegin Bärbel Bas vergangene Woche übernommen hatte. Er steigt auf Platz neun der beliebtesten Politiker mit 3,90 Punkten ein. Vor ihm liegt knapp AfD-Chefin Alice Weidel, die von Platz elf auf den achten Rang klettert.
An Beliebtheit verloren hat dagegen Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD). Er rangiert nun auf dem 18. Platz. Dahinter sind nur noch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) platziert. Auch schon beim vergangenen Ranking hatte Merz den 20. und damit letzten Platz aller abgefragten Politiker belegt.
Die Bewertung im Politiker-Ranking reicht von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) und weist den Durchschnitt aus.
Das Politiker-Ranking im Überblick:
1. Boris Pistorius (4,84) 2. Manuela Schwesig (4,43) 3. Cem Özdemir (4,23) 4. Hendrik Wüst (4,18) 5. Johann Wadephul (4,06) 6. Markus Söder (4,06) 7. Julia Klöckner (3,99) 8. Alice Weidel (3,92) 9. Alexander Schweitzer (3,90) 10. Thorsten Frei (3,88) 11. Wolfgang Kubicki (3,87) 12. Alexander Dobrindt (3,86) 13. Katharina Dröge (3,65) 14. Heidi Reichinnek (3,59) 15. Sahra Wagenknecht (3,58) 16. Franziska Brantner (3,58) 17. Tino Chrupalla (3,55) 18. Lars Klingbeil (3,54) 19. Katherina Reiche (3,29) 20. Friedrich Merz (2,48)
Eine andere Tabelle ergibt sich im ZDF-„Politbarometer“ der Forschungsgruppe Wahlen. Auch hier liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius im September auf Platz eins. Dicht dahinter folgen die ins Ranking zurückgekehrten Ministerpräsidenten Manuela Schwesig und Hendrik Wüst. Am Ende des Rankings stehen hier allerdings die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla.
Auch bei der Frage nach der Parteipräferenz haben sich die Werte im Vergleich zur vergangenen Insa-Umfrage leicht verändert.
Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, käme die AfD auf 30 Prozent und läge damit unverändert klar vor der Union. CDU/CSU verlieren im Vergleich zur Befragung vor einer Woche einen halben Prozentpunkt und kommen nun auf 18 Prozent. Die SPD gewinnt dagegen einen halben Prozentpunkt hinzu und steht bei 14 Prozent.
Die Insa-Umfragewerte im Überblick:
- AfD: 30 Prozent (+/- 0 Punkte)
- CDU/CSU: 18 Prozent (-0,5)
- Grüne: 14 Prozent (+/- 0)
- SPD: 14 Prozent (+0,5)
- Linke: 11 Prozent (+1)
- FDP: 5 Prozent (+0,5)
- BSW: 3,5 Prozent (+/- 0)
- Sonstige: 4,5 Prozent
Die Grünen bleiben unverändert bei 14 Prozent. Die Linkspartei verbessert sich von zehn auf elf Prozent. Die FDP würde dagegen die Fünf-Prozent-Hürde meistern. Sie verbessert sich Insa zufolge von 4,5 auf fünf Prozent. Das BSW bleibt mit 3,5 Prozent unter der Hürde.
Für die Insa-Umfrage wurden zwischen dem 16. und 19. Oktober insgesamt 2002 Personen ab 18 Jahren online befragt.
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