Russische Sicherheitsbehörden haben einen deutschen Staatsbürger festgenommen, der in den ukrainischen Streitkräften gedient haben soll. Anschließend soll er jedoch nach Russland desertiert sein, weil ihm die vereinbarte Vergütung nicht ausgezahlt worden sei. Das teilte das Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB am Mittwoch mit.
Nach Angaben des Geheimdienstes reiste der Festgenommene im November 2025 in die Ukraine ein und unterzeichnete einen Vertrag über einen dreijährigen Militärdienst in den ukrainischen Streitkräften. Nachdem er die versprochene finanzielle Vergütung nicht erhalten habe, sei er desertiert.
„Derzeit wird über die Einleitung eines Strafverfahrens gegen den Festgenommenen wegen des Verdachts einer Straftat nach Artikel 359 des russischen Strafgesetzbuches (Söldnertum) entschieden“, teilte der FSB mit.
Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax soll der Deutsche bereits von 2004 bis 2010 als Teil des deutschen Kontingents an Kampfeinsätzen in Afghanistan teilgenommen haben. Von 2006 bis 2008 habe er am bewaffneten Konflikt in Somalia teilgenommen und anschließend von 2008 bis 2010 als Söldner in Syrien gekämpft.
„Von 2016 bis 2018 diente er in der Ukraine als Scharfschütze in einer Struktureinheit der territorialen Verteidigungskräfte der ukrainischen Streitkräfte. Dieser Einheit gehörten auch britische Staatsbürger an“, zitierte Interfax den FSB.
Hinweis: Der Bericht wird fortlaufend aktualisiert.
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