US-Präsident Donald Trump hat den muslimischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed in Michigan als Sicherheitsrisiko dargestellt und dessen Loyalität zu den USA infrage gestellt. Trump bezeichnete den Demokraten am Sonntag als „Dschihadisten“, der „auf der Seite der Terroristen“ stehe. El-Sayed müsse „durch einen Metalldetektor gehen, bevor man ihn in den Senat lässt“, sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung.

Trump zog zudem wiederholt Vergleiche zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Er wolle nach eigenen Worten verhindern, dass „ein Mitglied der Muslimbruderschaft und Dschihadist“ US-Senator werde. El-Sayed, der bei einem Wahlsieg der erste muslimische Senator der USA wäre, hat Verbindungen zu extremistischen Gruppen wiederholt bestritten.

Bishara Bahbah, Mitgründer der Gruppe „Arab Americans for Trump“, die den Präsidenten 2024 bei der Ansprache arabischstämmiger Wähler unterstützt hatte, verurteilte Trumps Äußerungen. „Die Aussagen des Präsidenten gehen zu weit. Sie überschreiten eine rote Linie. Sie sind rassistisch“, sagte Bahbah der Nachrichtenagentur AP.

Die Senatswahl in Michigan zwischen El-Sayed und dem Republikaner Mike Rogers gehört zu einer Reihe knapper Rennen, die über die Mehrheit im Senat entscheiden könnten. Die Republikaner versuchen im Wahlkampf, El-Sayed mit der Muslimbruderschaft in Verbindung zu bringen. Belege für eine Zugehörigkeit des Kandidaten zu der Bewegung gibt es laut AP nicht.

El-Sayed wies die Angriffe zurück. Bei einer Veranstaltung in Grand Rapids sagte er mit Blick auf Trump: „Nach November kann er mich einfach 'Senator' nennen.“

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