Die Liberale Partei des unterlegenen brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flavio Bolsonaro hat den Wahlsieg von Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva anerkannt. Man akzeptiere den Ausgang der Stichwahl vom Sonntag, teilte Parteichef Valdemar Costa Neto am Montag mit.

Die aufgeworfenen Fragen müssten jedoch angemessen geklärt werden. Damit stellte sich die Partei gegen ihren eigenen Kandidaten: Flavio Bolsonaro, der ‌Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, hatte seine Niederlage nicht eingestanden. Er kündigte an, das Ergebnis anzufechten, da der Oberste Gerichtshof die Abstimmung um zwei Stunden verlängert hatte.

Lula hatte sich mit einem Vorsprung von mehr als vier Millionen Stimmen ‌gegen den rechtsgerichteten Herausforderer durchgesetzt. Einem Experten zufolge wurden in den zusätzlichen zwei Stunden weniger als 35.000 Stimmen abgegeben, was etwa 0,03 Prozent der Gesamtzahl entspricht. Flavio Bolsonaro äußerte sich nach der Mitteilung seiner Partei ‌zunächst nicht öffentlich. Auch US-Präsident Donald ‌Trump hatte sich in die Debatte eingeschaltet und die Wahl ohne Vorlage von ‌Belegen als manipuliert bezeichnet.

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