Zwei russische Kampfflugzeuge des Typs Suchoi Su-34 sind nach ukrainischen Angaben bei einem Raketenangriff am Boden zerstört worden. „Ich danke euch, Jungs, für das Ergebnis“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Zudem sei bei einer weiteren Attacke eine Startrampe für russische Iskander-Raketen beschädigt worden.

Nach Angaben der ukrainischen Marine gab es einen Angriff mit Neptun-Raketen auf den Militärflugplatz Marinowka im südrussischen Gebiet Wolgograd. Der Fliegerhorst ist über 450 Kilometer vom ukrainisch kontrollierten Gebiet entfernt.

Es wäre bereits der zweite erfolgreiche ukrainische Raketenangriff auf einen russischen Militärflugplatz im Oktober. Das russische Militär äußerte sich nicht dazu.

Militärnahe russische Blogger bestätigten den Verlust indirekt. Unter anderem schrieb der Blogger „Fighterbomber“: „Ich hoffe, dass die Erkenntnis, dass die Frontluftwaffe weiter und tiefer zurückgezogen werden muss, die obersten Befehlshaber noch rechtzeitig erreicht, bevor es nichts mehr gibt, was man zurückziehen könnte.“

Su-34-Jets werden für den Abwurf der gefürchteten Gleitbomben eingesetzt. Mit Flügelkonstruktionen ausgestattete Gleitbomben werden aus großer Höhe und Dutzende Kilometer entfernt von der gegnerischen Flugabwehr auf Ziele abgeworfen.

Russland greift Kiew erneut mit ballistischen Raketen an

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew unterdessen wieder mit ballistischen Raketen angegriffen. Es habe einen Einschlag im östlichen Stadtbezirk Darnyzja in einem Lagergebäude gegeben, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Demnach wurde ein Brand ausgelöst. Kurz zuvor waren etwas mehr als ein halbes Dutzend Explosionen im Stadtgebiet zu hören.

Bei einem Drohnenangriff auf das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zudem ein Mitarbeiter getötet worden. Bei dem Opfer handelt es sich demnach um einen Schweißer der zentralen Reparaturwerkstatt der Anlage. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi erneuerte seine Forderung nach militärischer Zurückhaltung rund um das AKW. ​Wer für den Angriff verantwortlich ist, teilte die IAEA nicht mit.

Selenskyj hatte am Donnerstagabend bereits vor russischen Vorbereitungen für einen weiteren Raketenangriff gewarnt. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.

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