Trotz der Debatte um die Angst der Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp vor Hamas-Sympathisanten haben die Bundesvorsitzenden ihrer Partei, Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano, eine linke Regierungspolitik in der Hauptstadt in Aussicht gestellt. „Berlin hat links gewählt. Berlin bekommt links. Gemeinsam machen wir Berlin bezahlbar“, erklärten sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit Blick auf den Landesparteitag der Berliner Linken.

Die Parteichefs stellten sich hinter Eralp und bekräftigten ihr Ziel einer Koalition mit Grünen und SPD. „Seit absehbar wurde, dass Die Linke in Berlin gewinnen kann und es ernst meint mit der Vergesellschaftung, wird gegen Elif Eralp und die Linke Stimmung gemacht“, erklärten Schwerdtner und Pantisano. „Natürlich macht man sich da Gedanken um die Sicherheit der eigenen Familie. Das wird jetzt für eine Schlagzeile ausgeschlachtet.“ Sie fügten hinzu: „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Nicht von Schlagzeilen und nicht von Immobilienkonzernen.“

Der „Spiegel“ hatte über interne Anmerkungen Eralps zu einem Interview berichtet. Demnach haben die Spitzenkandidatin und ihr Mann Angst vor Hamas-Sympathisanten aus dem Umfeld der Berliner Linken. Das befeuerte die Debatte über den Umgang der Partei mit Antisemitismus und über die geplante Regierungsbildung.

Die Berliner Linke entscheidet über Koalitionsverhandlungen für Rot-Grün-Rot. Überschattet wird der Parteitag von Protestankündigungen, Streit über Antisemitismus und Verbindungen ins kriminelle Milieu. Spitzenkandidatin Elif Eralp steht unter Polizeischutz.

Die Berliner Linke entscheidet am Samstag auf einem Parteitag über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD. Grüne und Sozialdemokraten hatten Verhandlungen bereits zugestimmt. Eralp strebt das Amt der Regierenden Bürgermeisterin an.

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