Millionen Bürger in den USA sind aufgerufen, Abgeordnete für das Repräsentantenhaus und Senatoren zu wählen. Bei den Parlamentswahlen werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 der 100 Senatssitze neu bestimmt.
In beiden Kammern des Kongresses erobern die US-Demokraten laut Hochrechnungen die Mehrheit.
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Die absolute Mehrheit im Repräsentantenhaus liegt bei 218 Sitzen. Die Republikaner verfügten hier bislang über 218 Sitze, die Demokraten über 214.
Laut dem Zwischenergebnis der Nachrichtenagentur AP werden die US-Demokraten hier eine große Mehrheit von 259 Sitzen bekommen. Die Republikaner stehen bei 172 Sitzen.
Midterms 2026: Die Ergebnisse im Repräsentantenhaus
Auch im US‑Senat erringen die Demokraten laut Zwischenergebnissen eine deutliche Mehrheit. Laut AP liegen die Demokraten bei 56 Sitzen, die Republikaner bei 44. Dabei sind zwei parteilose Senatoren mitgezählt, die mit den Demokraten verbündet sind.
Im Senat führten die Republikaner zuvor mit 53 zu 47 Sitzen. Die US-Demokraten gewinnen laut AP Senatssitze in sieben US-Bundesstaaten, die zuvor republikanisch gewählt hatten: Texas, Kansas, Iowa, Ohio, South Carolina, North Carolina und Maine.
Midterms 2026: Die Ergebnisse im US-Senat
Die Details im Kampf um den Senat
Der erste „Flip“ – ein Wechsel eines Senatssitzes von einer Partei zur anderen – der Wahlnacht gelang in North Carolina dem ehemaligen demokratischen Gouverneur Roy Cooper. Er gewann gegen den Republikaner Michael Whatley.
In Texas setzte sich der Demokrat James Talarico gegen den Republikaner Ken Paxton durch und gewann in dem Bundesstaat zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren einen Senatssitz für seine Partei. In Ohio gewann der Demokrat Sherrod Brown gegen den Republikaner Jon Husted. In Iowa übertrumpfte Josh Turek die Republikanerin Ashley Hinson.
In South Carolina gewann die Demokratin Annie Andrews gegen die Republikanerin Darline Graham, die den Sitz von ihrem verstorbenen Bruder Lindsey übernommen hatte. Der US-Demokrat Adam Hamilton gewann den seit mehr als 90 Jahren von den Republikanern gehaltenen Senatssitz im Bundesstaat Kansas. Der Pastor besiegte den republikanischen Amtsinhaber Roger Marshall.
In Maine gestand die republikanische US-Senatorin Susan Collins ihre Niederlage gegen den Demokraten Troy Jackson ein. Collins saß seit 1996 im Senat und gehörte zu den einflussreichsten Mitgliedern der Republikanischen Partei.
Der demokratische Senator Jon Ossoff wurde in Georgia wiedergewählt. Er besiegte den Abgeordneten Mike Collins und verhinderte damit, dass die Republikaner einen Sitz gewannen, den sie zuvor als eines ihrer wichtigsten möglichen Wahlziele betrachtet hatten.
Im für den Senat besonders umkämpften Bundesstaat Michigan gewinnt laut Hochrechnungen der linke Demokrat Abdul El-Sayed. Nicht in allen Bundesstaaten stehen Senatssitze zur Wahl.
Midterms 2026: Senatswahl nach Bundesstaaten
Siege für Demokraten bei Gouverneurswahlen
Neu gewählt werden auch die Gouverneure in 36 Bundesstaaten. Auch hier feiern die US-Demokraten Erfolge. Vier Staaten werden nun von einem US-demokratischen Gouverneur regiert, nachdem sie zuvor republikanisch waren.
In Texas setzte sich laut Hochrechnungen die Kandidatin Gina Hinojosa gegen den republikanischen Amtsinhaber Greg Abbott durch. Die Demokraten stellen künftig Hochrechnungen zufolge auch den Gouverneur im US-Bundesstaat Iowa. Der demokratische Kandidat Rob Sand setzte sich gegen den Republikaner Zach Lahn durch. Die republikanische Amtsinhaberin Kim Reynolds hatte nach zwei Amtsperioden entschieden, nicht mehr anzutreten.
Die Demokratin Amy Acton wird Hochrechnungen zufolge neue Gouverneurin des US-Bundesstaats Ohio. Sie setzte sich gegen den Republikaner Vivek Ramaswamy durch. Der bisherige republikanische Gouverneur Mike DeWine durfte nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. Ohio ist historisch ein eher republikanisch geprägter Bundesstaat.
In Georgia eroberte die Demokratin Keisha Lance Bottoms den Gouverneursposten nach fast einem Vierteljahrhundert von den Republikanern zurück.
In Kalifornien wird zudem über eine Reichensteuer abgestimmt, in Idaho und drei weiteren Bundesstaaten entscheiden die Bürger über Abtreibungsregeln.
Insgesamt 250 Millionen Wähler waren in den USA aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Mehr als 57 Millionen von ihnen haben schon vor dem eigentlichen Wahltag per Briefwahl oder vorzeitiger Stimmabgabe abgestimmt.
Der Wahlkampf war extrem kostspielig, mehr als elf Milliarden Dollar (9,8 Milliarden Euro) wurden mobilisiert. Allein der Tech-Milliardär und Trump-Unterstützer Elon Musk spendete Medienberichten zufolge im November 276 Millionen Dollar (247 Millionen Euro) an Organisationen, die republikanische Kandidaten unterstützten.
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