Hubert Aiwanger (55) ist tot. Nach Informationen der „Bild“ wurde der Freie-Wähler-Chef und bayerische Wirtschaftsminister in einem Berliner Hotel entdeckt. Quellen aus der bayerischen Staatsregierung und der Berliner Polizei haben der Zeitung den Tod des bayerischen Politikers bestätigt.

Zu den Todesursachen ist noch nichts bekannt. Am Nachmittag war Aiwanger laut „Nius“ einer Veranstaltung der Freien Wähler, auf der er eigentlich hätte auftreten sollen, ferngeblieben – aus gesundheitlichen Gründen, wie seine Partei mitgeteilt hat.

Aiwanger war im Kabinett von Markus Söder (CSU) als Wirtschaftsminister tätig und zudem stellvertretender Ministerpräsident von Bayern.

Hubert Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 im niederbayerischen Ergoldsbach geboren. Er war über viele Jahre das Gesicht der Freien Wähler in Bayern und führte die Partei schließlich in die Landesregierung. Seit 2006 war er Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes, 2010 übernahm er zusätzlich den Bundesvorsitz der Freien Wähler. 2008 zog er erstmals in den Bayerischen Landtag ein und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion, die er bis zum Eintritt in die Regierung 2018 führte.

Aiwanger hinterlässt Lebensgefährtin und zwei Söhne

Nach der Landtagswahl bildeten die Freien Wähler erstmals eine Koalition mit der CSU. Unter Ministerpräsident Markus Söder wurde Aiwanger stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Nach der Wahl 2023 wurde die Koalition zwischen CSU und Freien Wählern unter Söder fortgesetzt, Aiwanger behielt seine Ämter. Inhaltlich machte er sich vor allem mit scharfer Kritik an der Migrationspolitik der Bundesregierung sowie an deren Energie- und Wirtschaftspolitik einen Namen.

Aiwanger war nicht verheiratet, er lebte aber mit Kommunalpolitikerin Tanja Schweiger, mit der er zwei gemeinsame Söhne hat, zusammen.

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