US-Präsident Donald Trump hatte den Amerikanern im Wahlkampf nach der Inflation infolge der Corona-Pandemie niedrigere Lebenshaltungskosten versprochen – doch Immobilienkredite bleiben trotz mehrerer Zinssenkungen durch die US-Notenbank teuer. Nun hat Trump den Ankauf von Hypothekenanleihen angeordnet, um damit Immobilienkredite günstiger zu machen. Er weise „seine Vertreter“ an, Immobilienanleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar zu erwerben, kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an.

„Das wird die Hypothekenzinsen SENKEN, die monatlichen Raten SENKEN und Wohneigentum erschwinglicher machen“, schrieb Trump.

Trump verwies auf die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, die vom US-Staat nach der Hypothekenkrise von 2008 gerettet wurden. Sie hätten Reserven von 200 Milliarden Dollar (aktuell 172 Milliarden Euro). Die genauen Modalitäten und der Zeitrahmen der von Trump gewünschten Ankäufe von Hypothekenanleihen blieben zunächst unklar.

Solche Käufe würden das ergänzen, was Fannie Mae und Freddie Mac bereits tun. Die beiden staatlich unterstützten Hypothekenfinanzierer haben in den vergangenen Monaten ihre Eigenbestände erhöht – also Anleihen und Kredite, die sie behalten, statt sie an Investoren weiterzuverkaufen. Ende Oktober beliefen sich ihre gemeinsamen Bestände auf rund 234 Milliarden US-Dollar, der höchste Wert seit 2021.

In der Vergangenheit konnten in Phasen wirtschaftlicher Turbulenzen Hypothekenanleihen die Zinsen drücken. Das ermöglicht vielen Hausbesitzern, ihre Kredite zu Zinssätzen von drei Prozent oder weniger umzuschulden.

Unterdessen macht die Demokratische Partei die hohen Kosten für Verbraucher in den USA zum Thema vor den Kongresswahlen im November, bei denen Trumps Republikaner Einbußen befürchten müssen.

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