ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand ist von seinem Amt zurückgetreten. Hillebrand zieht damit die Konsequenzen aus seinen Äußerungen in einem Interview zum Jahreswechsel. Diese hätten nach Angaben des Clubs zu erheblichen Irritationen bei Mitgliedern sowie zu zahlreichen Beschwerden und Kündigungen geführt, wie es in einer ADAC-Pressemitteilung heißt.
Auslöser wurde ein Interview in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, in dem Hillebrand sich für höhere Benzin- und Dieselpreise ausgesprochen hatte, um Klimaschutzziele zu erreichen. „Der ADAC hält die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen“, sagte er. „Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.“
Die Aussagen stießen bei Teilen der nach Clubangaben rund 22 Millionen Mitglieder auf Ablehnung. Der ADAC bestätigte WELT 60.000 Kündigungen im Zusammenhang des Interviews.
Hillebrand bedauerte, dass seine Äußerungen Mitglieder verunsichert und verärgert sowie Glaubwürdigkeit gekostet haben, erklärte der ADAC. „Mit seinem Schritt übernimmt Hillebrand persönliche Verantwortung für den entstandenen Reputationsschaden.“ Er sei zu der Überzeugung gelangt, „dass es im Interesse des ADAC und seiner Glaubwürdigkeit richtig ist, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen“, sagte Hillebrand. Den Verantwortungsbereich des Verkehrspräsidenten im ADAC-Präsidium übernimmt kommissarisch Technikpräsident Karsten Schulze.
In sozialen Netzwerken veröffentlichten Nutzer Fotos von Kündigungsschreiben oder erklärten öffentlich ihren Austritt. Zudem gingen nach Angaben des ADAC in großer Zahl Beschwerden ein.
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