Der Unternehmer und Investor Carsten Maschmeyer hat sich öffentlich gegen die aktuelle Debatte um angeblich zu hohe Personalkosten und fehlenden Arbeitswillen in Deutschland gewandt. In einem Statement gegenüber „Bild“ sowie in Beiträgen auf Plattformen wie X und LinkedIn kritisierte der 66-Jährige die Haltung vieler Manager und Politiker – und forderte ein Umdenken im Umgang mit Beschäftigten.
„Das dauernde Gerede über Kosten wird selbst zum Produktivitätsproblem“, sagte Maschmeyer. Wer seine Mitarbeiter ständig als Belastung darstelle, dürfe sich nicht wundern, wenn Motivation und Leistung sinken. Er forderte, nicht nur über „Personalkosten“, sondern über den „Personalnutzen“ zu sprechen. Unternehmen verdienten ihr Geld nicht trotz, sondern wegen ihrer Mitarbeiter, sagte Maschmeyer gegenüber „Bild“. „Excel-Tabellen allein entwickeln nichts.“
In einem klaren Seitenhieb gegen Führungskräfte, die vor allem sparen wollen, sagte Maschmeyer: „Wenn die Mitarbeiter euch nur stören, dann probiert’s doch mal ohne.“ Zwar seien hohe Lohnnebenkosten in Deutschland ein Fakt, doch das pauschale Abstempeln von Beschäftigten als Problem sei der falsche Weg.
Der Unternehmer, der mit dem Aufbau des Finanzdienstleisters AWD bekannt wurde und heute als Investor unter anderem bei „Die Höhle der Löwen“ aktiv ist, plädiert stattdessen für ein positives Arbeitsumfeld. „Engagement entsteht nicht in einem Klima, in dem Arbeitnehmer täglich hören, sie seien zu teuer und nicht fleißig genug“, so Maschmeyer.
Zuletzt hatte unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Äußerungen zu den Krankheitstagen der Beschäftigten in Deutschland für Kritik gesorgt. Außerdem kam aus dem Wirtschaftsflügel der CDU der Vorstoß, das Recht auf Teilzeit zu reformieren und an Bedingungen zu knüpfen.
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