Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission will einem Medienbericht zufolge über eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre beraten. Das berichtet „Bild“ unter Berufung auf Kommissionskreise.

Demnach soll bei einem Treffen des Expertengremiums am 23. Februar diskutiert werden, wie eine solche Ausweitung erfolgen könnte. Dabei soll es auch um die Höhe der Abschläge bei einem früheren Renteneintritt sowie um Anreize für ein längeres Arbeiten gehen. ‌

Laut „Bild“ sei eine „sehr großzügige“ finanzielle Belohnung für einen späteren Renteneintritt im Gespräch. Eine Empfehlung könnte bereits im Frühjahr vorliegen.

Dem Bericht zufolge soll zudem erörtert werden, ob künftig auch Beamte und Politiker verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen.

Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Johannes ‌Winkel, forderte unterdessen eine umfassende Reform, um die jährlichen Rentenausgaben um mehr als 50 Milliarden Euro zu senken. Rentenerhöhungen sollten sich künftig an der Inflation statt an der Lohnentwicklung orientieren, sagte der CDU-Politiker der Zeitung. Zudem verlangte er die Abschaffung ‌der Rente mit 63.

Winkel warf ‌der SPD vor, den demografischen Wandel zu ignorieren. „Gerade die SPD macht Politik, als gäbe ‌es ihn überhaupt nicht. Das ist fern jeder ‌Realität“, ‌sagte Winkel.

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