Die Weleda-Chefin Tina Müller hat Werbung für Schönheitsprodukte für Kinder verteidigt. Gefragt, ob man schon acht- bis zehnjährigen Mädchen einreden müsse, dass ihre Schönheit aus der Tube kommt, sagte sie WELT AM SONNTAG: „Wir müssen Kindern vor allem klarmachen, dass sie nicht das Falsche für ihre Haut verwenden sollten.“ Genau das sei in den vergangenen Jahren passiert. „Acht- bis Zehnjährige greifen zur Anti-Aging-Retinol-Creme der Mutter und machen sich die Hautbarriere kaputt.“

Der Naturkosmetik-Hersteller Weleda hat unter der Führung von Müller die Pflege und Beautyserie minLen entwickelt, die sich speziell an Kinder und junge Teenager richtet. Sie wirbt mit Slogans wie „Lust auf eine morgendliche Glow-up-Party“ um ihr junges Publikum.

„Sie müssen die Sprache der Zielgruppe sprechen“, sagte Marketing-Spezialistin Müller der WELT am SONNTAG weiter. „Glow ist das angesagteste Wort – nicht nur bei Achtjährigen, auch bei 15- und 25-Jährigen, inzwischen sogar bei 40-Jährigen. Das Wort hat den ganzen Markt erobert.“

Als Marken-Vorständin von Opel-Deutschland war Müller einst mit dem Slogan „Umparken im Kopf“ bekannt geworden. Später führte sie die Parfümerie-Kette Douglas.

„In Zeiten von Social Media werden Sie nicht mehr verhindern, dass junge Mädchen sich früher für Beauty interessieren“, so Müller. „Aber wir können dafür sorgen, dass sie keine schädlichen Produkte verwenden, sondern Formeln, die für ihre Haut gemacht sind und die Hautbarriere schützen.“

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