In Deutschland wurde im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient als noch ein Jahr zuvor. Das sogenannte Median-Entgelt für einen Vollzeitbeschäftigten sei um 5,1 Prozent oder 203 Euro auf 4217 Euro brutto monatlich gestiegen, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Inflationsrate lag 2025 bei durchschnittlich 2,2 Prozent.

Das Median-Entgelt ist der Verdienst, bei dem genauso viele Vollzeitbeschäftigte darüber liegen wie darunter – ein Mittelwert also. Gegenüber einem einfachen Durchschnitt hat die Berechnung des Median den Vorteil, dass etwa die Spitzenverdienste von Milliardären das Gefüge nicht nach oben verzerren können.

Das deutliche Plus erkläre sich durch höhere Tarifabschlüsse, hieß es von der Bundesagentur. Noch immer verdienen jedoch Frauen weniger als Männer: Der Unterschied zwischen den Geschlechtern betrug 2025 noch 309 Euro. Er schmolz damit im Vergleich zu 2024 um 37 Euro zusammen.

Grund für die noch immer vorhandenen Unterschiede sind laut Bundesagentur vor allem unterschiedliche Schwerpunkt-Berufsfelder von Frauen und Männern und Karrierepausen aufgrund familiärer Entwicklungen, die vor allem Frauen treffen und spätere Aufstiegschancen im Beruf hemmen.

In Hamburg wurde am meisten verdient

Nach Bundesländern betrachtet wurde im vergangenen Jahr erneut in Hamburg am meisten verdient – mit 4768 Euro im Median, gefolgt von Baden-Württemberg (4546 Euro) und Hessen (4530 Euro). In Mecklenburg-Vorpommern (3497 Euro), Thüringen (3508 Euro) und Sachsen-Anhalt (3563 Euro) ist der Median dagegen am geringsten.

Der Verdienst hängt in hohem Maße jedoch auch von Bildung und Qualifikation ab. Während Menschen ohne Berufsabschluss im Mittel 3133 Euro erzielten, lag das Medianentgelt bei Vollzeitbeschäftigten mit anerkanntem Berufsabschluss bei 4069 Euro. Für Akademikerinnen und Akademiker wird im Mittel dagegen ein Wert von 6146 Euro ausgewiesen.

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