Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ⁠hat ein neues Allzeithoch erreicht. Der Bestand an offenen Bestellungen wuchs im Juli inflationsbereinigt um 1,5 Prozent im ⁠Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte. ‌Die Auftragsbücher sind ​demnach aktuell so ‌prall gefüllt wie noch nie seit Beginn ​dieser Statistik im Jahr 2015. Verglichen mit dem Vorjahresmonat legte der ​Bestand um 10,9 Prozent zu.

Das neue Allzeithoch ist laut Destatis überwiegend auf den hohen Auftragsbestand ​im Bereich „Sonstiger Fahrzeugbau“ zurückzuführen. Dazu gehören Flugzeuge, Schiffe, Züge und ‌auch Militärfahrzeuge. In dem Bereich waren zuletzt viele neue Bestellungen eingegangen.

Wegen des Fiskalpakets sei die Auftragslage besonders gut, sagte der Chefvolkswirt der Bank ⁠Bethmann HAL, Alexander Krüger, mit Verweis auf die staatlichen Investitionen in Infrastruktur und ‌Sicherheit. Viel werde davon abhängen, ob Unternehmen Kapazitäten jetzt auch stärker ‌auslasten: „Die Rüstungsindustrie könnte den Anstoß für mehr Produktion ‌auch in anderen Bereichen ⁠geben“, ⁠meint der Experte.

Im Juli stieg die Reichweite ‌des Auftragsbestands erstmals seit Beginn ​der Zeitreihe im Jahr 2015 auf 9,0 Monate, wie Destatis mitteilte. ​Im ​Juni lag dieser Wert noch bei 8,9 Monaten. Die Reichweite gibt an, ⁠wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne Neugeschäft theoretisch produzieren müssten, um vorhandene Bestellungen abzuarbeiten.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.