Chinesische Elektro-Autos haben in Deutschland zuletzt deutlich Marktanteile gewonnen. Wie aus einer Analyse der Beratungsfirma EY hervorgeht, die WELT AM SONNTAG vorliegt, entfielen im dritten Quartal von Juli bis September bereits 12,1 Prozent aller zugelassenen E-Autos auf Hersteller in chinesischem Besitz. Ein Jahr zuvor hatte dieser Wert den Berechnungen zufolge noch bei 8,0 Prozent gelegen.

Im dritten Quartal wurden demnach rund 39.500 E-Autos von Herstellern mit chinesischen Eignern zugelassen, das war ein Plus von 168 Prozent. Die Zuwächse deutscher Hersteller waren deutlich geringer. Zwar liegt der Volkswagen-Konzern mit 26.500 zugelassenen E-Autos im dritten Quartal im Vergleich der Hersteller an der Spitze. Der Wolfsburger Konzern verzeichnete zum Vorjahr allerdings nur ein Plus von 13 Prozent.

Die deutsche Autoindustrie blickt besorgt auf die wachsende Konkurrenz aus China, die ihre Modelle oft zu sehr günstigen Preisen in Europa anbietet. Die EU will unter Führung von Deutschland und Frankreich die chinesischen Auto-Importe stärker regulieren. Zuletzt einigten sich Brüssel und Peking auf eine Deckelung der erlaubten Importe von Hybrid-Autos aus China nach Europa.

Klaus Geiger berichtet seit vielen Jahren über Themen an der Schnittstelle zwischen Ökonomie und Geopolitik.

Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur und derzeit bei der Automesse in Paris.

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